Charles Leclerc stellt in Monaco zwei Ferrari aus seiner Privatsammlung aus: 60 Jahre und 550 PS trennen sie

Charles Leclerc begnügt sich nicht damit, die Ferrari die schnellsten der Welt. Der Monegasse hegt zudem eine echte Leidenschaft für die Geschichte des „Cheval cabré“. In diesem Sommer gibt er der Öffentlichkeit einen Einblick in diese Leidenschaft, indem er zwei Fahrzeuge aus seiner Privatsammlung der „Collection des Automobiles de S.A.S. le Prince de Monaco“ anvertraut.

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Im Rahmen der Sommerausstellung «Von gestern bis heute» stehen zwei Ferraris, die mehrere Jahrzehnte auseinanderliegen, Seite an Seite: ein Ferrari 275 GTB/2 aus dem Jahr 1964 und ein deutlich jüngerer 812 Competizione A. Zwei V12-Motoren, zwei Philosophien, aber beide veranschaulichen auf ähnliche Weise die spektakuläre Entwicklung von Ferrari.

Der Ferrari 275 GTB/2 – ein Zeitzeug der 1960er Jahre

Das erste Modell erinnert sofort an die Glanzzeiten von Maranello. Mit ihrer langgestreckten Silhouette, den markanten Scheinwerfern und den von Pininfarina entworfenen Rundungen ist die Ferrari 275 Der GTB gehört zu den Kultmodellen der 1960er Jahre. Bei dem in Monaco ausgestellten Fahrzeug handelt es sich genauer gesagt um einen 275 GTB/2 aus dem Jahr 1964.

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Unter seiner langen Motorhaube verbirgt sich ein 3,3-Liter-V12-Motor mit einer Leistung von rund 280 ch, der mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert ist. Mit diesem Antrieb erreichte der italienische GT bereits Geschwindigkeiten von über 250 km/h. Der 275 GTB markierte zudem einen wichtigen technischen Fortschritt für Ferrari, insbesondere durch die Einführung einer Einzelradaufhängung an allen vier Rädern. Das von Charles Leclerc zur Verfügung gestellte schwarze Exemplar bildet vor allem einen auffälligen Kontrast zu dem anderen Ferrari, der für diese Ausstellung ausgewählt wurde. Denn fast sechs Jahrzehnte Automobilentwicklung trennen die beiden Modelle.

Ferrari 275 GTB

Der 812 Competizione A bringt den V12 an seine Grenzen

An seiner Seite steht nämlich eine Ferrari 812 Competizione A in Weiß. Auch wenn in der Publikation «Collection des Automobiles» von einem 812 Competizione die Rede ist, handelt es sich genauer gesagt um dessen spektakuläre, in limitierter Auflage produzierte Cabrio-Variante „Targa“.

Schon sein Motor allein ist eine Hommage an die Ferrari-Tradition. Der 6.496 cm³ große V12-Saugmotor leistet 830 ch und erreicht eine beeindruckende Drehzahl von 9.500 U/min. Ein Antrieb, der in puncto Leistung das genaue Gegenteil des V12 des 275 GTB darstellt, dabei aber eine Architektur fortführt, die untrennbar mit der Geschichte der Marke verbunden ist. Der 812 Competizione A lässt sich jedoch nicht allein auf seinen Motor reduzieren. Ferrari hat ihn als besonders radikale Weiterentwicklung des 812 Superfast konzipiert, mit umfangreichen aerodynamischen Maßnahmen und technischen Lösungen zur Stärkung seines sportlichen Charakters, zu denen unter anderem die unabhängige Allradlenkung gehört.

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Ferrari 812 Competizione A

Zwei Ferrari-Generationen, vereint durch Charles Leclerc

Die Wahl dieser beiden Fahrzeuge verleiht dem Thema «Von gestern bis heute» schließlich seine volle Bedeutung. Auf der einen Seite ein GT, der die Eleganz und das Know-how von Ferrari Mitte der 1960er Jahre verkörpert. Auf der anderen Seite einer der extremsten Ausdrucksformen des modernen Saug-V12 aus Maranello.

Bild: Italpassion

Mit der Ausleihe dieser beiden Modelle aus seiner persönlichen Sammlung zeigt Charles Leclerc auch eine andere Facette seiner Beziehung zu Ferrari. Über seine Rolle als Fahrer der Scuderia hinaus präsentiert sich der Monegasse hier als Liebhaber und Sammler, dem sowohl das historische Erbe als auch die zeitgenössischen Kreationen der Marke am Herzen liegen. Der Ferrari 275 GTB/2 und der 812 Competizione A sind den ganzen Sommer über in der Collection des Automobiles von S.A.S., dem Fürsten von Monaco, im Rahmen der Ausstellung «Von gestern bis heute» zu sehen.

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