
Gibt es Ikonen, die man nicht berührt, wie die Ferrari F40 ? Letzte Ferrari Er wurde von Enzo Ferrari selbst bestätigt und ist ein rohes Symbol der 80er Jahre. Er verkörpert eine Zeit, in der Leistung über allem stand, ohne Kompromisse oder Tricks.
Und doch hat ein Tuner in Dubai beschlossen, eine Linie zu überschreiten, die vielen als heilig gilt. Sein Name: Venuum. Seine Kreation: der V40. Ein Supersportwagen, der sich nicht damit begnügt, dem F40 zu huldigen... sondern der regelrecht versucht, eine moderne Version des F40 anzubieten, als ob Ferrari ihn im Jahr 2026 neu erfunden hätte.
Ein SF90 Stradale, der nicht wiederzuerkennen ist
Hinter diesem V40 verbirgt sich eine dennoch sehr zeitgemäße Basis: die Ferrari SF90 Stradale. Ein Hybrid mit fast 1 000 PS, der bereits auf dem neuesten Stand der Technik ist. Aber hier ändert sich alles. Die ursprüngliche Karosserie verschwindet fast vollständig und macht Platz für eine radikale Umgestaltung aus Kohlefaser. Das Ergebnis ist verblüffend: eine wohlgeformte Motorhaube, verbreiterte Kotflügel, massive Lufteinlässe, straffe Linien ... und vor allem diese Silhouette, die sofort an den F40 erinnert, ohne jemals in eine direkte Kopie zu verfallen.



Vorne sorgen die ultradünnen Scheinwerfer und die aggressiven Lufteinlässe für einen modernen, fast futuristischen Blick. Am Heck erinnern der imposante Diffusor, die drei zentralen Auspuffendrohre und der integrierte Spoiler deutlich an die DNA eines Renn-Ferrari. In der ersten Konfiguration mit tiefblauer Lackierung, weißem Streifen und der Nummer 27 strahlte das Ganze sogar eine gewisse Eleganz aus - unerwartet für ein Projekt von Venuum. Inzwischen hat sich der Tuner aus Dubai jedoch wieder auf etwas viel Symbolischeres besonnen.
Ein “moderner F40” jetzt in Ferrari-Rot
Venuum hat nämlich gerade eine neue Version seines V40 enthüllt... in Rot. Eine keineswegs unbedeutende Wahl. Diesmal gibt es keine blaue Racing-Lackierung mehr, sondern ein klassisches Ferrari-Rot, das als Hommage an den F40 fast schon selbstverständlich ist. Und zwangsläufig verändert die Darstellung die Wahrnehmung des Autos radikal. Wo die blaue Version wie eine moderne Stilübung wirken konnte, verstärkt diese rote Variante sofort die emotionale Bindung an die Ikone der 80er Jahre.


Die Botschaft ist klar: “Red never fails”. Mit diesem Farbton wird der V40 noch mehrdeutiger. Weniger konzeptionell, mehr “Ferrari” im Geiste, kommt er dem, was ein echter zeitgenössischer F40 hätte sein können, gefährlich nahe.
Ein “moderner F40”, der wie ein echter Supersportwagen gedacht ist
Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich beim V40 nicht um einen einfachen Bodykit. Venuum betont: Es handelt sich um eine komplette Transformation. Das Projekt beruht auf einer Leichtbauarchitektur mit umfangreichen Arbeiten zur Gewichtsreduzierung und einer vom Ausdauersport inspirierten Aerodynamik. Das Kühlsystem wurde von Grund auf neu konzipiert, um extreme Leistungen zu ermöglichen.
Unter der Motorhaube, auch wenn noch nicht alle Details bestätigt sind, könnte die Leistung etwa 1100 PS betragen. Das würde eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,3 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 340 km/h ermöglichen. Damit würde der “Neo-F40” seinen berühmten Vorfahren weit übertreffen und dennoch seinen radikalen Geist bewahren.
Eine weitere wichtige Information, die vor kurzem bekannt wurde, ist, dass die Produktion bis 2026 auf nur fünf Exemplare beschränkt sein wird. Zwei sollen bereits reserviert sein, sodass nur drei Plätze für die zahlungskräftigsten Kunden übrig bleiben.
Skandal oder Hommage?
Einen modernen Ferrari in eine Hommage an den F40 zu verwandeln, kommt für manche einem Sakrileg gleich. Vor allem, wenn es von einem Tuner kommt, der oft mit Mansory verglichen wird, der für seine manchmal als exzessiv empfundenen Kreationen bekannt ist.
Doch hier ist die Debatte differenzierter. Denn trotz der kontroversen Idee funktioniert das Ergebnis. Der V40 wirkt nicht karikiert. Er strahlt sogar eine echte Aura aus, als gehöre er einer parallelen Realität an, in der Ferrari es gewagt hat, seinen Mythos neu zu beleuchten.
Es ist nicht das erste Mal, dass Venuum von sich reden macht. Wir erinnern uns insbesondere an der SF90 “Darth Vader”.”, Eine düstere und radikale Interpretation, die bereits mit den Grenzen des guten Geschmacks flirtete. Doch mit dem V40 geht der Tuner noch einen Schritt weiter. Das Projekt ist ehrgeiziger, kohärenter und fast schon respektvoller in seiner Herangehensweise. Es geht nicht mehr nur darum, zu viel zu tun, sondern eine Vision zu präsentieren. Eine moderne Lesart eines unantastbaren Mythos.

Und vor allem eine implizite Frage: Was wäre, wenn Ferrari heute tatsächlich einen F40 gebaut hätte ... wie würde er aussehen? Ist dieser V40 erfolgreicher als der SC40? Zögern Sie nicht, uns Ihre Meinung zu sagen!