
Die Ferrari F40 stellt eines der ikonischsten und radikalsten Superautos dar, die je gebaut wurden. Entstanden in den späten 80er Jahren zur Feier des 40-jährigen Jubiläums von Ferrari, Sie verkörpert eine kompromisslose Designphilosophie, bei der jede technische Lösung ausschließlich auf Leistung ausgerichtet ist.
V8-Biturbo-Motor und Designphilosophie
Das Herz des Ferrari F40 ist ein 2.936 cm³ großer V8-Biturbo mit dem Code F120A. Die Architektur basiert auf einem 90°-V8 mit einer Ventilsteuerung mit vier Ventilen pro Zylinder und zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderkopf. Der Entwurf ist ganz auf die Leistung bei hohen Drehzahlen und das Ansprechverhalten des Turboladers ausgerichtet, mit einem extrem direkten und aggressiven Charakter.


Im Zentrum des Projekts steht ein V8-Biturbo, der für ein unmittelbares Ansprechverhalten und eine extrem aggressive Leistungsabgabe konzipiert ist. Das Verhalten des Motors erinnert eher an einen Rennwagen als an einen Supersportwagen für die Straße, was auf ein für die damalige Zeit äußerst raffiniertes mechanisches und elektronisches Management zurückzuführen ist.
Datenblatt des Motors
Der Ferrari F40 ist mit dem V8 F120A ausgestattet, einem 90°-V-Achtzylinder mit Trockensumpfschmierung und einer Aufladung durch zwei Turbolader der IHI Corporation mit Ladeluftkühlern.
Der Gesamthubraum beträgt 2.936 cm³, mit einer Bohrung von 82 mm und einem Hub von 69,5 mm. Die Ventilsteuerung besteht aus zwei Nockenwellen pro Bank und vier Ventilen pro Zylinder, eine Lösung, die eine bessere Füllung des Brennraums und einen effizienteren Ausstoß der Abgase ermöglicht.
Das Kraftstoffsystem wird einer von Weber-Marelli entwickelten elektronischen Einspritzung mit zwei Einspritzdüsen pro Zylinder, also insgesamt 16 Einspritzdüsen, anvertraut.
Bremssystem und dynamisches Verhalten
Die Bremsanlage des Ferrari F40 ist ein Racing-Design mit belüfteten Scheiben und einem System, das darauf ausgelegt ist, auch unter extremen Einsatzbedingungen Widerstandsfähigkeit und Konstanz zu gewährleisten. Die allgemeine Philosophie steht im Einklang mit dem Rest des Projekts: maximales Gewicht, sofortige Reaktion und keine überflüssigen Kompromisse. Auch die Bremsen sind auf das geringe Gewicht des Autos und die hohe Leistung des V8-Biturbos abgestimmt.
Leistungen
- Maximale Leistung: 478 DIN-PS bei 7.000 U/min
- Maximales Drehmoment: 577 Nm (58,8 kgm) bei 4.000 U/min
Das Geheimnis der Verbrennung
Der Kern des Projekts beruht auf dem Gleichgewicht zwischen Luft und Kraftstoff in der Brennkammer. Die Turbolader der IHI Corporation sorgen für einen sehr hohen Luftdurchsatz sowie einen hohen Einlassdruck.


Zu dieser Luftmasse kommt das Weber-Marelli-Einspritzsystem mit 16 Einspritzdüsen hinzu, das eine feine und gleichmäßige Zerstäubung des Kraftstoffs gewährleistet, die für eine effiziente und stabile Verbrennung unerlässlich ist. Das fraktionierte Ansaugsystem mit dedizierten Drosselklappengehäusen ermöglicht eine äußerst präzise Steuerung des Luftstroms zu jedem Zylinder.
Dies garantiert eine unmittelbare Reaktion auf das Gaspedal und eine äußerst präzise Steuerung des Luft-Kraftstoff-Gemischs: ein großer Druckluftstrom, zerstäubter Kraftstoff und eine Flusskontrolle, die durch individuelle Drosselklappen für jeden Zylinder noch präziser wird.

Die Einspritzung und die Zündung werden von zwei elektronischen Steuergeräten (ECU) von Weber-Marelli gesteuert, eines pro Zylinderkopf. Die beiden Einheiten arbeiten in ständiger Kommunikation, um das Timing und die Stabilität des Motors auch unter hoher Belastung zu gewährleisten.
Die von Behr hergestellten Ladeluftkühler kühlen die komprimierte Luft vor dem Eintritt in die Zylinder ab, wodurch ihre Dichte erhöht und die Effizienz der Verbrennung verbessert wird.

Das Aufladesystem verwendet zwei IHI-Turbolader in Parallelkonfiguration. Die Wastegate-Einstellung sieht eine Overboost-Funktion vor, die bei Volllast aktiviert wird und einen vorübergehenden Überdruck ermöglicht, der den Schub bei hohen Drehzahlen maximieren soll.
Der Ferrari F40 verwendet Verbundwerkstoffe wie Kevlar und Kohlefaser in mehreren Karosserieteilen und trägt so zur Gewichtsreduzierung sowie zur Verbesserung des Leistungsgewichts und der dynamischen Reaktionsfähigkeit bei.
In den extremsten Versionen wurden Champion G59C-Kerzen verwendet. Im Video sehen Sie den Funken, der von der Champion G59C Zündkerze erzeugt wird: der genaue Moment, in dem die Verbrennung des V8-Motors des Ferrari F40 zum Leben erwacht.
Technischer Fokus: Zündkerze Champion G59C (Racing-Versionen)
Die Zündkerze Champion G59C, die in den Rennversionen des Ferrari F40 verwendet wird, ist ein Bauteil, das für den Betrieb unter den extremen Bedingungen, die für den Einsatz auf der Rennstrecke typisch sind, entwickelt wurde.

Es handelt sich um eine Zündkerze mit einem M10x1-mm-Gewinde und einem für damalige Verhältnisse geringen Durchmesser. Ihre kompakte Struktur ermöglicht eine bessere Wärmeableitung innerhalb des Brennraums, wodurch die Gefahr von Detonationen verringert und eine stabile Verbrennung auch bei hohen Drehzahlen und starker thermischer Belastung gewährleistet wird. Diese Eigenschaften machen ihn besonders geeignet für die anspruchsvollsten Konfigurationen des V8-Biturbos, bei denen Temperaturmanagement und kontinuierliche Zündung für die Aufrechterhaltung einer konstanten Leistung und Zuverlässigkeit entscheidend sind.
Ein «reiner» Supersportwagen»
Bis heute gilt der Ferrari F40 als einer der letzten echten, “reinen” Supersportwagen: essentiell, extrem und kompromisslos gebaut. Eine absolute Ikone, die eines der höchsten Niveaus repräsentiert, das die Automobiltechnik in den 1980er Jahren erreicht hat. Er bleibt auch als das letzte Auto berühmt, das von seinem Gründer Enzo Ferrari persönlich abgesegnet wurde.


