37 Jahre später entwickelt er den V12-Supersportwagen, den Ferrari abgelehnt hat … nur dass er bereits drei davon verkauft hat

Es dauerte 37 Jahre, bis diese Idee endlich aus der Schublade geholt wurde. Im Jahr 1989, Ferrari und Pininfarina stellten den spektakulären „Mythos“ vor, ein Konzeptfahrzeug mit Mittelmotor, das eine ganze Generation von Designern prägen sollte. Zu ihnen gehörte auch ein gewisser Ken Okuyama. Jahrzehnte später, nachdem er unter anderem an der Ferrari Enzo, kehrt der Japaner zu dieser Zeit mit einem ganz eigenen Supersportwagen zurück: dem Kode89. Und dieses Mal wird ihm niemand einen Riegel vorschieben können.

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Eine Idee, die Ferrari nie umgesetzt hat

Ken Okuyamas Werdegang ist eng mit Ferrari verbunden. Während seiner Zeit bei Pininfarina war der japanische Designer an mehreren bedeutenden Modellen aus Maranello beteiligt, darunter die Enzo, 599 GTB und 612 Scaglietti.

Doch eine seiner Ideen wurde nie in die Produktion umgesetzt: die eines echten Ferrari-Flaggschiffs mit einem V12-Motor, der längs hinter den Insassen verbaut war. Eine Architektur, die Ferrari letztendlich seinen exklusivsten Modellen wie dem F50, dem Enzo und später dem LaFerrari vorbehalten hat. Okuyama hat das Projekt jedoch nie wirklich vergessen. Mit seinem neuen Kode89 präsentiert er nun seine eigene Interpretation davon.

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Kode89

Der Mythos Ferrari als Ausgangspunkt

Die Zahl 89 wurde übrigens nicht zufällig gewählt. Sie bezieht sich auf das Jahr 1989, in dem der Ferrari Mythos vorgestellt wurde. Entworfen von Pininfarina auf der Basis eines Testarossa, dieses extrem niedrige Konzeptfahrzeug war mit dem 4,9-Liter-12-Zylinder-Motor des letztgenannten Modells ausgestattet, der 390 ch leistete.

Mit ihrer keilförmigen Silhouette, ihrer enormen Breite und dem hinter den Insassen angeordneten Motor verkörperte der Mythos eine besonders radikale Vision des Ferrari von morgen. Er sollte insbesondere Einfluss nehmen auf die F50 einige Jahre später. Der Kode89 greift diesen Geist auf, ohne den Mythos kopieren zu wollen. Er ist 4,61 Meter lang und nur 1,14 Meter hoch, mit einem nach vorne versetzten Fahrgastraum, einer sehr niedrigen Frontpartie und besonders imposanten hinteren Kotflügeln. Das Interessanteste verbirgt sich jedoch unter der Karosserie.

V12-Saugmotor, Schaltgetriebe: Okuyama hält dagegen

Im Gegensatz zu den früheren Kode-Versionen, die auf bestehenden Grundlagen basierten, wie beispielsweise der Kode57, der in einer Auflage von 5 Exemplaren hergestellt wurde und auf einem Ferrari 599 GTB basiert, Der Kode89 basiert auf einer speziell von Ken Okuyama Cars entwickelten Aluminiumplattform. Im Mittelpunkt steht natürlich ein V12-Saugmotor. Eine erste Konfiguration mit 5,4 Litern Hubraum leistet 540 ch, während eine 5,9-Liter-Variante rund 750 ch erreichen soll. Vor allem kommt hier kein Doppelkupplungsgetriebe oder eine komplexe Hybridisierung in Frage. Der V12 ist mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt, das seine gesamte Leistung auf die Hinterräder überträgt. Ein im Jahr 2026 fast schon anachronistisches Konzept – und genau das macht seinen Reiz aus.

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Nur acht Exemplare … und drei davon sind bereits vergeben

Der Kode89 wird äußerst selten bleiben, da nur acht Fahrzeuge hergestellt werden sollen. Drei Exemplare sind bereits gezählt: das der Öffentlichkeit vorgestellte Fahrzeug und die beiden für das erste Produktionsjahr vorgesehenen Exemplare, die bereits verkauft sind.

Jeder Kunde wird zudem die Möglichkeit haben, direkt mit dem Team von Okuyama zusammenzuarbeiten, um sein Fahrzeug weitgehend individuell zu gestalten – von einer sehr schlichten Konfiguration bis hin zu einer deutlich luxuriöseren Variante. 37 Jahre nach dem Mythos verwandelt Ken Okuyama diese Faszination und diese alte, von Ferrari abgelehnte Idee nun endlich in einen echten Supersportwagen.

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