
Manchmal reicht schon ein einziges Auto, um alle anderen in den Schatten zu stellen. In Mailand, bei einem weiteren Treffen von „Quelli di Piazza Affari“, hat ein Eccentrica V12 die auf dem Platz versammelten Liebhaber buchstäblich in seinen Bann gezogen. Umgeben von Youngtimern, italienischen Klassikern und neueren Sportwagen hat diese moderne Neuinterpretation des Lamborghini Diablo stand schon bald im Mittelpunkt des Interesses.
In dieser als „Rose Phoenix“ bezeichneten Konfiguration musste das Modell von Eccentrica Automobili nicht einmal aufheulen, um die Menschenmassen anzulocken. Ob mit geöffneten Türen, hochgeklappter Heckklappe oder einfach nur inmitten der Schaulustigen geparkt – das Auto verwandelte dieses sonntägliche Treffen in ein regelrechtes Fotoshooting unter freiem Himmel.
Ein Platz in Mailand, der jeden Sonntag ein neues Gesicht bekommt
„Quelli di Piazza Affari“ ist weder eine Automobilmesse noch eine traditionelle Veranstaltung. Jeden Sonntagvormittag versammeln sich auf mehreren italienischen Plätzen spontan Autoliebhaber, um ihre Fahrzeuge auszustellen, sich auszutauschen, die ausgestellten Modelle zu fotografieren und ihre Leidenschaft zu teilen.
In Mailand hat sich die Piazza Affari zu einem der symbolträchtigsten Orte dieses Treffens entwickelt. Zwischen 10:30 und 13:00 Uhr nehmen die Oldtimer den Mittelpunkt ein, während sich die Youngtimer und die neueren Modelle rund um den Platz verteilen. Es gibt weder Eintrittskarten noch Anmeldung noch ein offizielles Programm. Nur Autos und Enthusiasten. In dieser sehr italienischen Kulisse hatte das Erscheinen einer Eccentrica V12 alles, um die Blicke auf sich zu ziehen.


Ein neu interpretierter Diablo, der direkt aus der Zukunft zu kommen scheint
Der Eccentrica V12, der 2024 erstmals vorgestellt wurde, ist das Werk von Eccentrica Automobili, einem Unternehmen, das vom Sammler Emanuel Colombini gegründet wurde. Das Ziel ist klar: den Geist des Lamborghini Diablo wieder aufleben zu lassen, dabei jedoch dessen Mängel zu beheben und moderne Technologien zu integrieren.
Das in Mailand gesichtete Auto handelt es sich um die Version „Rose Phoenix“, die an ihrer roségoldenen Metallic-Lackierung mit schillernden Reflexen zu erkennen ist. Je nach Lichteinfall wechselt die Karosseriefarbe von Champagner zu Kupfer, was wahrscheinlich erklärt, warum sie auf den Straßen Mailands so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.


Die Fotos zeigen ein Auto, das ständig von Schaulustigen umringt ist. Einige halten die Details der Karosserie fest, andere betrachten die Flügeltüren oder beugen sich über den geöffneten Motorraum. Selbst neben anderen Oldtimern scheint die Eccentrica die Aufmerksamkeit der Kameras auf sich zu ziehen.
Ein 550 ch starker V12-Saugmotor im Mittelpunkt des Spektakels
Unter dieser größtenteils aus Kohlefaser gefertigten Karosserie verbirgt sich nach wie vor der legendäre 5,7-Liter-V12-Saugmotor. In überarbeiteter Form leistet er nun rund 550 ch und 600 Nm, gekoppelt an ein Sechsgang-Schaltgetriebe.


Der Innenraum vereint Leder, Alcantara, Aluminium und Carbon, während das verstärkte Fahrwerk, die semiaktive Federung und die Brembo-Bremsanlage das Fahrerlebnis grundlegend modernisieren. Auf den Bildern von der Veranstaltung lässt sich zudem der vollständig freigelegte Motorraum bewundern. Die mechanischen Komponenten, die Ansaugrohre aus Carbon und die Capristo-Auspuffanlage wirken fast wie ein Kunstwerk, sodass sich mehrere Besucher um das Heck des Wagens versammelten, um jedes Detail zu fotografieren.
Mit einer Auflage von nur 19 Exemplaren ist der Eccentrica V12 nach wie vor ein äußerst exklusives Automobil. Doch für einige Stunden, inmitten der Autoliebhaber auf der Piazza Affari, hat er vor allem daran erinnert, dass ein Auto noch immer Staunen hervorrufen kann, indem es einfach an einem Sonntagmorgen auf einem italienischen Platz parkt.
