
Es ist die Art von Geschichte, die man normalerweise in Filmen antrifft - und doch. Ein amerikanischer Uber-Fahrer teilte kürzlich auf Reddit eine unwahrscheinliche Anekdote: Bei einem ganz gewöhnlichen Rennen stand er vor einem der seltensten und teuersten Autos der Welt.
Nachdem der Fahrer eine Passagierin vor einem luxuriösen Anwesen in Palm Beach abgesetzt hat, bemerkt er, dass sich eine vertraute Gestalt in der Einfahrt versteckt. Nicht irgendeine: eine Ferrari 250 GTO in einem zumindest ungewöhnlichen Farbton, einem Pistaziengrün. Die Beifahrerin, die offenbar eine Assistentin oder Hausangestellte war, kam einfach mit Kaffee für die Bewohner zurück. Eine alltägliche Szene ... mit 35 Millionen Dollar, die vor der Tür geparkt waren.
«Der Besitzer ist super manisch»
Neugierig, aber vorsichtig, versucht der Fahrer sein Glück. Ohne zu verraten, dass er genau weiß, was er vor sich hat, fragt er höflich, ob er näher an das Auto heranfahren darf. Die Antwort kommt sofort:
« Nein, bitte nicht. Der Besitzer sammelt Autos und ist super manisch, was sie angeht.»
Es ist schwer, ihm Unrecht zu geben. Angesichts eines solchen automobilen Schatzes. Der Fahrer gesteht übrigens humorvoll, dass er hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch, an Ort und Stelle zurückzukehren, um den Besitzer zu treffen ... und der Angst, wegen Eindringens in ein Privatgrundstück auf Palm Beach Island in Polizeigewahrsam zu landen.
Ein einzigartiger Ferrari mit einem ungewöhnlichen Schicksal
Diese Ferrari ist kein gewöhnlicher 250 GTO. Er wurde 1962 gebaut und war für eine Motorsportlegende bestimmt: Stirling Moss. Leider beendete ein schwerer Unfall in Goodwood seine Karriere, noch bevor er das Auto fahren konnte. Der Wagen, der unter der Fahrgestellnummer 3505GT bekannt ist, hat eine lange Renngeschichte mit mehreren Siegen und einer Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1962, wo er jedoch ausfiel.

Seine andere Besonderheit? Die berühmte pistaziengrüne Farbe, die für Ferrari extrem selten und unkonventionell ist und die ihn unter den wenigen Dutzend existierenden Exemplaren sofort erkennbar macht.
Ein unermesslich gewordener Wert
2012 ging dieser 250 GTO in die Geschichte ein, als er für 35 Millionen Dollar verkauft wurde und damals das teuerste Auto der Welt war. Eine bereits schwindelerregende Summe ... aber angesichts des aktuellen Marktes fast “angemessen”. Seitdem haben die Ferrari 250 GTOs immer wieder neue Rekorde aufgestellt, wobei einige private Transaktionen die 50- oder 60-Millionen-Dollar-Marke deutlich überschritten haben. Mit einem so einzigartigen Stammbaum (Verbindung zu Stirling Moss, Renngeschichte, seltene Konfiguration) könnte diese pistaziengrüne Version heute weit mehr wert sein.


Gerüchten aus Sammlerkreisen zufolge soll sie vor kurzem den Besitzer gewechselt haben und sich nun genau in Palm Beach befinden, nachdem sie von anerkannten Spezialisten restauriert wurde.
