Stellantis feiert 5-jähriges Jubiläum: Neuer CEO zieht Bilanz und sagt, dass es ihm "Spaß macht".

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Fast auf den Tag genau fünf Jahre nach der Geburt von StellantisDer aus der Fusion von FCA und PSA hervorgegangene Automobilkonzern befindet sich in einer schwierigen Phase. Die Finanzmärkte sind in Aufruhr, die Elektrostrategie wird neu angepasst und die Zukunft einiger Marken steht auf der Kippe. Der symbolische Geburtstag des Unternehmens wird in einem alles andere als friedlichen Umfeld gefeiert. Dennoch gibt es einen Mann, der seit sechs Monaten an der Spitze des Konzerns steht und einen fast schon verblüffenden Optimismus an den Tag legt: Antonio Filosa.

Ein Geburtstag unter Spannung

Am 16. Januar 2021 erblickte Stellantis offiziell das Licht der Welt und wurde zum viertgrößten Automobilhersteller der Welt. Eine industrielle Ehe, die mit Vorsicht oder sogar Skepsis aufgenommen wurde, vor allem, weil Sergio Marchionne eine solche Allianz stets ausgeschlossen hatte. Nach der Ära Carlos Tavares, die Ende 2024 abrupt beendet wurde, tritt der Konzern heute in eine Phase der tiefgreifenden Neuformierung ein. Auf den Märkten ist die Strafe hart: Die Marktkapitalisierung ist von rund 65 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf heute fast 25 Milliarden Euro gesunken. Fast 40 Milliarden haben sich in Luft aufgelöst und lassen Aktionäre und Arbeitnehmer auf klare Signale warten.

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"Ich habe sehr viel Spaß"

Antonio Filosa wählte die Detroit Auto Show, um seine erste echte Bilanz zu ziehen. Der neue CEO, der in Detroit lebt, wo er etwa die Hälfte seiner Zeit verbringt, spricht sehr persönlich, was in diesem Kontext fast schon eine Überraschung ist. "Ich habe Spaß", sagte er ohne Umschweife. "Ich liebe meine Arbeit, die Teams, unsere Marken. Wie könnte ich traurig sein?" Eine Aussage, die sich von der vorherrschenden Nervosität abhebt, aber auch seine Methode widerspiegelt: Präsenz vor Ort, direkte Antworten, ständiger Dialog. Filosa erklärt, dass er persönlich auf die Nachrichten der Händler antwortet und den Austausch mit dem Ökosystem des Konzerns vervielfacht.

Händler und Gewerkschaften: Brüche kitten

Unter der vorherigen Führung hatten sich die Beziehungen zum Handelsnetz und zu den Gewerkschaften, insbesondere der UAW in den USA, stark verschlechtert. Offene Briefe, Streikdrohungen und öffentliche Kritik hatten das Jahr 2024 geprägt. Filosa beansprucht heute eine allmähliche Beruhigung. Die Gespräche mit den Händlern werden als "konstant" bezeichnet, und die Beziehungen zu den Gewerkschaften und Lieferanten würden "von Tag zu Tag besser". Eine Änderung des Tonfalls, die für die Begleitung des industriellen Aufschwungs unerlässlich zu sein scheint.

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Amerika als Priorität

Das stärkste Signal, das Stellantis sendet, betrifft die Vereinigten Staaten. Die Gruppe kündigte an Investitionen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar im Mittleren Westen, das größte industrielle Engagement in seiner hundertjährigen Geschichte. Die Folge sind rund 5.000 direkte Arbeitsplätze und bis zu 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Zulieferer-Ökosystem. Diese Entscheidung bestätigt eine bewusste Neuausrichtung auf Nordamerika, den Schlüsselmarkt für Jeep, Ram, Dodge und Chrysler. Das Vorzeigeprojekt ist die Einführung des Fiat 500 Hybrid in Mirafiori, der bis 2027 100.000 Einheiten pro Jahr erreichen soll.

Elektrizität: Das Ende der Dogmen

Ein weiterer wichtiger Wendepunkt war die Elektrostrategie. In einem durch Zölle und die Kürzung staatlicher Beihilfen erschütterten amerikanischen Umfeld verlangsamte sich Stellantis abrupt. Plug-in-Hybride wurden suspendiertIn den letzten Jahren wurden mehrere Elektroprojekte gestrichen oder neu überdacht, während die Rückkehr ikonischer Verbrennungsmotoren wie des V8 HEMI nunmehr akzeptiert wird. Filosa spricht von "Wahlfreiheit" für die Kunden. Die Zukunft wird seiner Meinung nach in einem Gleichgewicht zwischen einfachen Hybriden, Fahrzeugen mit Range Extender, Elektroautos und klassischen Verbrennungsmotoren liegen. Ein pragmatischer Ansatz, der eher von der tatsächlichen Nachfrage als von ideologischen Zielen geleitet wird.

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Fünfzehn Marken - und dann?

Mit fünfzehn zu verwaltenden Marken verfügt Stellantis über eines der umfangreichsten Portfolios in der Branche. Ein Vorteil, aber auch eine Last. Auf die Frage nach möglichen Veräußerungen oder Umstrukturierungen bleibt Filosa bewusst ausweichend. "Jeder würde gerne Jeep, Ram, Dodge, Chrysler, Fiat, Peugeot, Citroën oder Opel haben", erinnert er sich. Die Antworten werden auf dem für 2026 geplanten Capital Markets Day kommen, auf dem auch der neue Industrieplan des Konzerns vorgestellt werden soll. Bis dahin wird offiziell nichts ausgeschlossen, auch nicht eine Reduzierung oder Neupositionierung bestimmter Marken.


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2 bewertungen auf "Stellantis fête ses 5 ans : son nouveau CEO fait le bilan et affirme qu’il « s’éclate »"

  1. "Sergio Marchionne hatte eine solche Allianz immer ausgeschlossen". Damit ist alles gesagt, denn Stellantis tötet die italienischen Marken.
    Marchionne hat sicherlich Fehler gemacht, indem er die Modellreihen von Alfa Romeo und Fiat nicht ausreichend erneuert hat, aber mit FCA blieben italienische Autos italienisch und wurden nicht alles von PSA geliehen. Tavares wird der Totengräber der italienischen Marken bleiben, ist das unter Filosa noch aufzuholen?

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  2. Das hat nichts zu bedeuten! Unter Merchione gibt es keine PSA, also auch keine PSA-Basis. Aber die Vans und Nutzfahrzeuge waren bereits in einer gemeinsamen Partei. Und was ist mit Lancia, das Merchione dummerweise amerikanisiert hat, um die Marke endgültig zu ruinieren?
    Filosa scheint mir nur ein amerikanisierter Kasper zu sein.

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