Der ehemalige Stig von Top Gear testet den neuen Pagani Huayra R Evo ... mit seinem V12, der singt wie ein F1-Auto aus den 90ern.

Es gibt Autos, die durch ihre Zahlen beeindrucken. In einer Zeit, in der Motoren immer leiser, gefilterter und elektrifizierter werden, ist das italienische Hypercar Pagani Huayra R Evo bietet ein fast schon selten gewordenes Erlebnis: die Erfahrung eines V12-Saugmotors, der bis zu 9.200 U/min aufheulen kann und dabei einen Sound hat, der an die Formel-1-Boliden der 1990er Jahre erinnert. Genau das konnte Ben Collins, der ehemalige Stig von Top Gear, bei einer Testfahrt auf der Rennstrecke Paul Ricard herausfinden.

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Der Pagani, der sich an den Le-Mans-Prototypen orientiert

Der Pagani Huayra R Evo Roadster ist kein für den Straßenverkehr zugelassenes Fahrzeug. Er ist auch nicht für die Teilnahme an einer Meisterschaft konzipiert. Und genau das macht ihn zu etwas ganz Besonderem. Frei von jeglichen behördlichen Auflagen, Pagani konnte seiner Vision vom ultimativen Hypercar für die Rennstrecke freien Lauf lassen. So entwickelten Horacio Pagani und seine Ingenieure eine Maschine, die ausschließlich dem Fahrspaß gewidmet ist.

Der Huayra R Evo Roadster, von dem nur 35 Exemplare hergestellt werden, führt das mit dem Huayra R eingeführte Konzept noch weiter aus. Sein Design, das von den Le Mans-Prototypen der 60er und 70er Jahre sowie von modernen IndyCar-Rennwagen inspiriert ist, streckt das Auto auf über 5,18 Meter Länge und verbessert seine aerodynamische Leistung erheblich.

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Immer noch der V12-Saugmotor

Der V12-R Evo-Motor mit 6,0 Litern Hubraum wurde in Zusammenarbeit mit HWA entwickelt, einem Unternehmen, das von Hans-Werner Aufrecht, einem der Schöpfer von AMG, gegründet wurde. Ohne Turbo oder Kompressor entwickelt er 900 PS bei 8.750 U/min und ein Drehmoment von 770 Nm. Doch die Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte.

Die wahre Magie tritt ein, wenn sich die Nadel des Drehzahlmessers dem roten Bereich nähert, der bei 9.200 U/min festgelegt ist. Im Video zeigt Ben Collins, wie begeistert er ist, wenn der Motor auf den langen Geraden von Paul Ricard seine Runden dreht. Er sagt: «Entfesselt die Wut», während er das Gaspedal durchtritt. Und tatsächlich, es ist schwer, nicht an die V12-Ferraris zu denken, die in den 90er Jahren die Formel-1-Rennstrecken zum Beben brachten. Ein Gesang, der in modernen Automobilen kaum noch zu finden ist.

Leistungsfähiger als ein Rennprototyp

Der Sound ist jedoch nur eine Facette des Autos. Dank umfangreicher aerodynamischer Arbeiten erzeugt der Huayra R Evo 45 % mehr Abtrieb als der Huayra R und verbessert gleichzeitig die aerodynamische Effizienz um 21 %. Bei 320 km/h übersteigt die erzeugte aerodynamische Belastung sogar das Gewicht des Autos. Dank des intensiven Einsatzes von Verbundwerkstoffen der neuesten Generation bleibt das Gewicht mit nur 1.060 kg im Rahmen. Das Ergebnis ist ein außergewöhnliches Leistungsgewicht von 1,18 kg/PS.

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Bei seiner Testfahrt war Ben Collins besonders von der Stabilität des Autos beim Bremsen beeindruckt. «Das Bremsen ist fantastisch. Das Auto ist unglaublich stabil», erklärte er mehrmals und hob auch die Wirksamkeit des dritten hydraulischen Stoßdämpfers hervor, der das Fahrzeug bei starken Bremsungen in der Spur hält.

Der britische Rennfahrer spricht sogar von einem Auto, das mit der Leistung eines modernen Langstreckenprototypen mithalten kann und dabei erstaunlich erschwinglich bleibt.

Nur wenigen Privilegierten vorbehalten

Beim Kauf eines Huayra R Evo Roadster geht es nicht nur darum, die Schlüssel für ein 900 PS starkes Hypercar zu erhalten. Pagani bietet ein komplettes Erlebnis rund um das Arte in Pista-Programm. Die Besitzer werden wie ein echtes Rennteam betreut: Simulator, Telemetrieanalyse, professionelle Coaches, engagierte Mechaniker, Physiotherapeuten und Ingenieure sind anwesend, um ihnen zu helfen, auf den schönsten Rennstrecken der Welt Fortschritte zu machen.

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