Lancia hatte seit 1992 keine Rallye mehr gewonnen ... und hat gerade zwei Rennen am selben Wochenende in zwei verschiedenen Ländern gewonnen.

Es dauerte mehr als 30 Jahre. Genau 33 Jahre seit dem letzten Fabriksieg von Lancia in der Rallye-Weltmeisterschaft 1992 mit dem legendären Delta HF Integrale. Eine Ewigkeit für eine Marke, die die Disziplin wie keine andere dominiert hat. Und doch gelang Lancia an diesem Wochenende ein spektakuläres Comeback: zwei Siege, am selben Wochenende, in zwei verschiedenen Ländern. Italien und Frankreich. Wie ein Symbol.

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Eine Rückkehr, die bereits in die Geschichte eingeht

Die Kulisse war in der Toskana auf den anspruchsvollen Straßen der Rallye Il Ciocco, dem ersten Lauf zur italienischen Meisterschaft, aufgebaut. Ein selektives Terrain mit schnellen, technischen Wertungsprüfungen, die manchmal auch bei Nacht gefahren werden. Die Art von Prüfungen, die nichts verzeihen.

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Andrea Crugnola, der den neuen Ypsilon Rally2 HF Integrale fuhr, gab sich keine Blöße. Schon in den Schlüsselmomenten des Rennens gab der Italiener das Tempo vor und verwaltete seinen Vorsprung bis ins Ziel perfekt. Das Ergebnis: ein klarer Sieg mit einem Vorsprung von fast 18 Sekunden. Dieser Erfolg ist nicht unbedeutend. Er markiert die Rückkehr von Lancia an die Spitze einer wichtigen nationalen Meisterschaft, und das gleich bei seinem ersten Auftritt. Ein starkes Signal an die gesamte Konkurrenz.

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  1. Crugnola-Beltrame (Lancia Ypsilon) in 1:36’29.3 ;
  2. Dapra’-Guglielmetti (Skoda Fabia RS) auf 17,8 ;
  3. Nucita-Pollet (Skoda Fabia RS) auf 24,4 ;
  4. Campedelli-Canton (Toyota GR Yaris) auf 41,1 ;
  5. Avbelj-Andrejka (Skoda Fabia RS) auf 41,2 ;
  6. Andolfi-Menchini (Toyota GR Yaris) in 1:28.2 ;
  7. Pisani-Biagi (Skoda Fabia RS) in 1:48,5 Minuten ;
  8. Rusce-Zanni (Skoda Fabia RS) in 3’27.2 ;
  9. Joona-Linnaketo (Skoda Fabia RS) in 3:59,0 ;
  10. Testa-Bizzocchi (Skoda Fabia RS) in 4:14,9.

Ein ebenso markanter Sieg in Frankreich

Zur gleichen Zeit schrieb Lancia auf der anderen Seite der Alpen ein zweites Kapitel seines Comebacks. Bei der Rallye Le Touquet Pas-de-Calais, dem Auftakt zur französischen Meisterschaft, waren die Bedingungen besonders schwierig: Regen, unsichere Haftung und nächtliche Wertungsprüfungen.

Ein perfektes Terrain, um die wahre Leistung eines Autos zu enthüllen. Yoann Bonato, der sechsmalige französische Meister, beobachtete zunächst und griff dann im richtigen Moment an. Auf der Nachtschleife übernahm er die Führung und gab sie nicht mehr ab. Von Sonderprüfung zu Sonderprüfung vergrößerte er den Abstand, bis er schließlich den Sieg errang. Eine Demonstration.

  1. Bonato-Boulloud (Lancia Ypsilon HF) in 1:35’09.6 ;
  2. Margaillan-Coppa (Hyundai i20) auf 19,9 ;
  3. Gilbert-Guieu (Skoda Fabia) 1’40.5 zurück ;
  4. Casale-Delorme (Skoda Fabia) 2:02,2 Minuten zurück ;
  5. Brunson-Mondon (Citroën C3) 2’02.8 ;
  6. Ragues-Pesenti (Skoda Fabia) 2’45.3 ;
  7. Potty-Herman (Citroën C3) 3’23.5 ;
  8. Stirling-Stirling (Citroën C3) 3’29.2 ;
  9. Darmezin-Quartini (Hyundai i20) 3:33,7 Minuten zurück ;
  10. Bayard-Lemaire (Skoda Fabia) 8’26.3.

Der Ypsilon Rally2 HF Integrale bereits auf Augenhöhe

Dieser doppelte Erfolg ist nicht nur ein schönes Symbol. Er bestätigt sofort das Lancia Corse HF-Projekt. Der neue Ypsilon Rally2 HF Integrale hat sich in zwei sehr unterschiedlichen Umgebungen durchgesetzt: auf den technischen Straßen Italiens und den schnellen, tückischen Wertungsprüfungen in Nordfrankreich. In beiden Fällen dominierte sie.

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Es ist schwer, sich einen besseren Start vorzustellen. Diese Rückkehr ist Teil einer breiter angelegten Strategie zur Wiederbelebung des Lancia-Sports, insbesondere der Lancia Trofeo, die in Italien bereits zahlreiche Teams angezogen hat. Bei der Rallye Il Ciocco gehörten fast 30 % der Teilnehmer dieser Trophäe an, was ein Beweis für die unmittelbare Begeisterung ist.

Seit 1992 war Lancia von den großen Rallye-Siegen abwesend. Die Marke mit zehn Konstrukteurstiteln in der Rallye-WM schien der Vergangenheit anzugehören, eingefroren in den glorreichen Zeiten des Delta, des Stratos oder auch des 037.

Dieses Wochenende verändert die Wahrnehmung. Indem Lancia gleich zu Beginn zwei wichtige Rallyes gewann, feierte das Unternehmen nicht nur ein Comeback. Sie erinnert daran, dass sie in ihrer DNA nach wie vor eine Wettbewerbsmarke ist. Und vor allem sendet sie eine klare Botschaft: Dieses Comeback ist nicht symbolisch. Sie ist ehrgeizig. Der weitere Verlauf der Saison wird zeigen, ob dieser Doppelsieg ein Glanzstück war... oder der Beginn einer neuen Ära.

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