Lewis Hamilton zögert, als er gefragt wird, wie seine Freunde auf den Ferrari Luce reagiert haben

Das Wochenende des Grand Prix von Barcelona ist auch das Wochenende der heiklen Fragen. Während Ferrari setzt sich weiterhin für die Luce, dem ersten elektrischen Ferrari 100 % in der Geschichte des Unternehmens, suchen Journalisten nun nach ehrlichen Meinungen bei denjenigen, die die Marke auf höchster Ebene vertreten. Nachdem sie bereits sich ans Steuer der Luce gesetzt Im Rahmen einer von Ferrari inszenierten PR-Aktion geriet Lewis Hamilton angesichts einer scheinbar einfachen Frage in eine heikle Lage: Wie haben seine Freunde außerhalb der Rennsportwelt auf diesen Elektro-Ferrari reagiert?

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Ein Moment des Zögerns

Die Szene erregte sofort Aufmerksamkeit. Auf die Frage nach den Reaktionen seines Umfelds antwortete Hamilton zunächst: «Ehrlich gesagt, ich habe nicht …», bevor er sich sofort korrigierte: «… das stimmt nicht, ich habe es getan.»

Dieser kurze Moment der Verlegenheit sprach bereits Bände. Für einen Fahrer, der nun bei Ferrari unter Vertrag steht, ist es schwierig, sich allzu frei zu einem Modell zu äußern, das so viele Diskussionen auslöst. Die Luce ist kein Ferrari wie jeder andere: Sie symbolisiert einen historischen Wendepunkt für Ferrari und bündelt alle Spannungen zwischen Tradition und Elektrifizierung.

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Geteilte Meinungen, wie auch in den sozialen Netzwerken

Schließlich formulierte Hamilton seine Antwort mit Bedacht. Seinen Angaben zufolge fanden die Gespräche mit seinen Freunden in einem Chat statt, und die Meinungen dort ähnelten stark dem, was man in den sozialen Netzwerken beobachten kann.

«Wir haben darüber in einer Diskussionsgruppe gesprochen. Ich würde sagen, die Meinungen gehen auseinander, ähnlich wie in den sozialen Netzwerken. Einige meiner Freunde finden das gut, andere sind umweltbewusster und fahren bereits Elektroautos, während wieder andere eher der alten Schule angehören. Es ist eine Mischung, von allem etwas. Ich würde sagen, es ist ungefähr fifty-fifty.»

Mit anderen Worten: Selbst in seinem engsten Umfeld spaltet der Ferrari Luce die Gemüter. Die einen schätzen die stärkere Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und den Einsatz von Elektrotechnik. Die anderen halten am traditionellen Image von Ferrari fest: den V8- und V12-Motoren, dem mechanischen Sound und dem emotionalen Charakter der Verbrennungsmotoren.

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Ferraris Kommunikation unter Druck

Diese Antwort kommt einige Wochen nach dem offiziellen Video, in dem Hamilton und Charles Leclerc den Luce kennenlernten und testeten. Ferrari hatte damals das Fahrgefühl, die Beschleunigung, die Stabilität und die Arbeit am künstlichen Sound in den Vordergrund gestellt, um Skeptiker davon zu überzeugen, dass die Ferrari-Emotion auch ohne Verbrennungsmotor bestehen bleiben kann.

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Hamilton selbst räumte seine anfänglichen Vorbehalte ein und erklärte, er sei mit lauten Autos und Motoren mit ausgeprägtem Charakter aufgewachsen. Nach der Testfahrt äußerte er sich jedoch deutlich positiver über die Balance des Fahrzeugs, die Kraftverteilung und das Kurvenverhalten.

Zwischen Offenheit und Loyalität gegenüber Ferrari

Der Vorfall in Barcelona verdeutlicht perfekt die heikle Lage der Ferrari-Piloten. Einerseits erwarten die Journalisten ehrliche Reaktionen auf ein Modell, das die DNA der Marke grundlegend verändert. Andererseits bleiben Hamilton und Leclerc die Botschafter von Ferrari und können es sich nicht leisten, die Kontroverse weiter anzuheizen.

Mit seiner Aussage, die Meinungen seien «50:50» geteilt, hat Hamilton zweifellos die diplomatischste Formulierung gefunden, die möglich war: Er räumt ein, dass der Luce nicht auf einhellige Zustimmung stößt, vermeidet es aber gleichzeitig, das Projekt seines Arbeitgebers direkt zu kritisieren. Eine vorsichtige, fast schon verlegene Antwort, die vielleicht mehr über das Klima rund um diesen Elektro-Ferrari aussagt als lange, begeisterte Erklärungen.

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