Jeder sagt ihm, er solle seinen Ferrari 360 verkaufen, der auf seiner Farm zurückgelassen wurde... aber er wird ihn nie verkaufen, denn «es gibt nur vier davon»

Auf einer Farm in Florida, unter der Sonne und inmitten von Staub, wird eine Ferrari 360 Spider grün langsam dem Verfall preisgegeben wurde. Ein fast unwirkliches Bild für ein Auto aus Maranello. Doch trotz der jahrelangen Vernachlässigung dachte sein Besitzer nie daran, sich von ihm zu trennen. Und das trotz wiederholter Ratschläge aus seinem Umfeld.

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Ein verwahrloster Ferrari ... aber nicht vergessen

Alles beginnt mit einer Situation, die viele für unrettbar halten würden: eine Ferrari auf einem landwirtschaftlichen Grundstück zurückgelassen, den Elementen ausgesetzt, vom Schmutz überwuchert und sogar von Tieren bewohnt.

Als Scott, der auch unter dem Spitznamen Ratarossa bekannt ist und ein leidenschaftlicher Ferrari-Fan ist, an den Ort des Geschehens zurückkehrt, ist das Ergebnis eindeutig. Das Auto ist nicht nur schmutzig, es ist buchstäblich am Verfallen. Der Wagen ist völlig verwahrlost, die Innenausstattung ist zerlegt, Teile fehlen.

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Und doch ist mechanisch gesehen noch nicht alles verloren. Nach mehreren Eingriffen, unter anderem dem Austausch der Kraftstoffpumpen und der Neuprogrammierung der Fernsteuerungsgeräte, ist der Ferrari wieder fahrbereit. Ein entscheidender Schritt: Er kann wieder leben.

Die Herausforderung: Jahre der Vernachlässigung auslöschen

Doch einen Motor wieder zum Laufen zu bringen, ist nur ein Teil der Arbeit. Der beeindruckendste Teil steht noch bevor: der vergessenen 360 wieder ein würdiges Aussehen zu verleihen.

Die Reinigung beginnt einfach, fast handwerklich, mit Produkten, die auf der Farm gefunden werden. Und die Ergebnisse sind spektakulär. Unter dem Schmutz erhält das schwarze Verdeck seinen ursprünglichen Farbton zurück und ist in einem ausgezeichneten Zustand. Die gewaschene Karosserie offenbart wieder ihren Glanz. Sogar unerwartete Details kommen zum Vorschein: Ein fasziniertes Huhn bewundert sein Spiegelbild im wieder glänzenden Lack.

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Unter der Motorhaube war die Situation ähnlich kritisch. Spinnweben, Staub, Schmutz... Eine gründliche Reinigung erweckte alles wieder zum Leben, bis der Motor durch die Heckscheibe wieder sichtbar wurde.

Improvisiertes, aber effektives Catering

Nichts hier ist eine perfekte Restaurierung oder einer Fachwerkstatt würdig. Es fehlen Schrauben, einige Teile sind nicht original, und viele Elemente wurden einfach mit den vorhandenen Mitteln wieder an ihren Platz gebracht.

Die Rücklichter sind nicht richtig angeschlossen, die Stoßstange muss hochgezogen werden, einige Teile halten fast “bombenfest”. Aber das macht nichts: Das Ziel ist ein anderes. Die Idee ist einfach: Das Auto so sauber, funktional und attraktiv zu machen, dass der Besitzer es gerne benutzt - und vor allem, es nie wieder verkommen lässt.

Im Innenraum ist die Baustelle ebenso beeindruckend. Zwischen fehlenden Verkleidungen, lose befestigten Sitzen und dem allgemeinen Chaos muss der Innenraum fast Stück für Stück neu aufgebaut werden. Nach und nach wird der Ferrari wieder zu einem Ort, an dem man sich gerne hinsetzen möchte.

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“Man hat mir immer gesagt, ich solle es verkaufen, aber ich werde es nie verkaufen”

Nach der Verwandlung ist der Ferrari 360 nicht perfekt. Aber er ist lebendig. Und vor allem ist er endlich wieder das, wofür er gebaut wurde: fahren. Das ist der Moment, in dem der Besitzer sein Herz ausschüttet.

Seit dem ersten Tag sagen ihr alle das Gleiche: Sie soll das Auto verkaufen. Zu viel Arbeit, zu viel Wartung, zu einschränkend. Aber für ihn ist das unmöglich. Dieser Ferrari hat einen sentimentalen Wert. Er gehört zu den wenigen Autos, die er sein ganzes Leben lang behalten möchte. Der Grund dafür ist, dass dieser Ferrari 360 keine gewöhnliche Konfiguration ist. Laut seinem Besitzer soll es nur vier Exemplare in dieser speziellen grünen Farbe geben, Typ British Racing Green (BRG), eine Farbe, die weit vom traditionellen Ferrari-Rot entfernt ist.

Egal, in welchem Zustand er ist, egal, wie hoch sein potenzieller Preis ist. Er macht deutlich, dass man ihm alles andere nehmen kann - außer seinem Ferrari.

Nach nur zwei Tagen Arbeit ist das Ergebnis verblüffend. Das Auto fährt, funktioniert einwandfrei und vor allem hat es seinen Charme wiedergefunden. Der Besitzer gibt ein Versprechen ab: Der Ferrari wird nie wieder auf dieser Farm stehen. Er wird benutzt, gepflegt und endlich zu seinem Wert geschätzt werden. Einige Stunden später war der Beweis erbracht: Der 360 stand nun in einer Garage und war bereit, wieder auf die Straße zu gehen.

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