Alfa Romeo öffnet die Bestellungen für den V6-Motor wieder ... aber jeder Verkauf könnte das Unternehmen sehr teuer zu stehen kommen!

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Alfa Romeo hat gerade für eine Überraschung gesorgt. Während viele dachten, dass die radikalsten Versionen still und leise aus dem europäischen Katalog verschwinden würden, kündigte die Marke mit dem Biscione an, dass die Bestellungen für die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio und den Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio ab März 2026 wieder aufgenommen werden. Eine hervorragende Nachricht für die Liebhaber purer Leistung. Weit weniger für die Buchhalter des Konzerns.

Eine Rückkehr aus Leidenschaft

Damit bestätigt Alfa Romeo, dass die Produktion der Giulia und des Stelvio in Europa bis 2027 verlängert wird. Santo Ficili, Generaldirektor der Marke, steht dazu: Es geht darum, ein Versprechen einzulösen, das den Kunden gegeben wurde, die am meisten an der extremen Leistung und der historischen DNA des Quadrifoglio hängen.

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Unter der Motorhaube bleibt alles beim Alten. Der 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 520 PS ist immer noch da, zusammen mit seinem mechanischen Sperrdifferenzial. Heckantrieb bei der Giulia, Q4-Allradantrieb beim Stelvio. Kohlefaser in Hülle und Fülle, aktiver Frontsplitter bei der Limousine, Akrapovič-Auspuff mit tiefem Timbre... kurzum, der Alfa Romeo, wie ihn Puristen lieben. Aber im Jahr 2026 ist die Wiederbelebung eines 520 PS starken V6-Verbrennungsmotors in Europa nicht mehr nur eine Marketingentscheidung. Es ist eine finanzielle Wette.

Die brutale Realität des CAFE-Gesetzes

Seit 2021 schreibt die Europäische Union den Herstellern strenge Ziele für die durchschnittlichen CO₂-Emissionen vor. Der ursprüngliche Grenzwert von 95 g/km wurde bereits auf 81 g/km im Jahr 2025 gesenkt, und das Ziel wird bis 2030 auf 50 g/km sinken.

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Wir schreiben das Jahr 2026. Und jedes Gramm, das den Grenzwert überschreitet, kostet den Hersteller 95 € - für jedes verkaufte Auto. Die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio hat jetzt 228 g/km CO₂. Selbst nach einer leichten Verbesserung gegenüber den vorherigen 237 g/km überschreitet sie immer noch den EU-Grenzwert von 147 Gramm. Das Ergebnis: eine theoretische Strafe von 13.965 € pro verkauftem Exemplar.

Noch spektakulärer ist die Situation beim Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio. Mit 267 g/km CO₂ überschreitet der SUV den Grenzwert um 186 Gramm. Die Strafe steigt dann auf 17.670 € pro Fahrzeug. Bei diesen Werten wird jeder Verkauf fast zu einem militanten Akt.

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Mit Verlust verkaufen, um die DNA zu erhalten?

Natürlich sind diese Modelle in der Realität Teil eines Durchschnitts, und die Hybrid- oder elektrifizierten Modelle der anderen Konzernmarken gleichen diese Exzesse teilweise aus. Aber die Rechnung bleibt brutal: Jeder Quadrifoglio, der 2026 verkauft wird, wiegt in der CAFE-Gleichung schwer.

Das bedeutet, dass Alfa Romeo wissentlich in Kauf nimmt, dass seine Strafanfälligkeit steigt, um sein sportliches Aushängeschild am Leben zu erhalten. Die Verlängerung bis 2027 wirkt wie ein letztes Fenster für diejenigen, die in Europa noch einen neuen Alfa Romeo V6-Biturbo haben wollen. Vor dem Hintergrund, dass die Zielvorgaben bis 2030 auf 50 g/km sinken werden, scheint die Zukunft solcher Triebwerke auf dem alten Kontinent äußerst gefährdet, es sei denn, es werden sehr leistungsfähige Hybridversionen angeboten. Leidenschaft im Jahr 2026 ist teuer.

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