F1 2026: Die technische Reorganisation bei Ferrari geht weiter. "WEC-Ingenieure kommen in die Formel 1".

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In Maranello wird in der neuen Saison 2026 nichts dem Zufall überlassen. Während die Formel 1 sich darauf vorbereitet, in ein neues technisches Zeitalter einzutreten, die Scuderia Ferrari setzt die Umgestaltung ihrer internen Organisation gründlich fort. Eine Neuorganisation, die unter der Leitung von Frédéric Vasseur und seinem technischen Direktor Loïc Serra methodisch durchgeführt wird, mit einem klaren Ziel: die Struktur lesbarer, flüssiger und effizienter zu machen.

Wiederaufnahme der Arbeit nach den Feiertagen mit hoher Intensität

Nach der Weihnachtspause ging es in Maranello gleich mit voller Kraft weiter. Ab dem 6. Januar tauschte sich Loïc Serra mit allen technischen Abteilungen aus, während der Countdown bis zu den Testfahrten in Barcelona offiziell gestartet wurde. Das in der Endphase der Montage befindliche Auto zeigt bereits einen Teil der neuen Organisationsprinzipien, die in den letzten Monaten eingeführt wurden. Intern will Ferrari nun ein Auto, das in einem Klima der technischen "Stille" entwickelt wird: weniger Reibung zwischen Abteilungen, weniger Grauzonen bei der Entscheidungsfindung und eine klarere Verantwortungskette. Diese Philosophie gilt sowohl für das Design des Einsitzers als auch für die menschliche Führung des F1-Projekts.

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John Lockwood neu zugeordnet

Nach Informationen von AutoRacer veranschaulicht ein erster symbolischer Schritt diesen Wandel. John Lockwood, bisher Head of Composites Design bei der Scuderia Ferrari, verlässt die F1-Rennabteilung. Er wird jedoch nicht aus dem Konzern verdrängt: Der britische Ingenieur wird intern umverteilt, um sich dem neuen Projekt Ferrari Hypersail anzuschließen, das dem Rennsegeln gewidmet ist. Dieser Übergang erfolgt im Rahmen einer Neuverteilung der Kompetenzen. Die von Lockwood freigewordene Stelle wird interimistisch von erfahrenen Mitgliedern der Abteilung für F1-Verbundwerkstoffe besetzt.

Das WEC als Pool für Fachwissen

Die bedeutendste Änderung betrifft jedoch die Übergänge zwischen den Programmen. Laut AutoRacer findet derzeit ein strukturierter Austausch von Ingenieuren zwischen der Formel 1 und dem Hypercar-Programm in der WEC statt. Hochrangige Ingenieure aus dem Programm, das dreimal die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat und 2025 Weltmeister wurde, sollen in die Formel 1 wechseln. Diese interne Bewegung zielt darauf ab, aus der kürzlich erworbenen Siegeskultur auf der Langstrecke Kapital zu schlagen, wo Ferrari es geschafft hat, eine leistungsfähige, robuste und disziplinierte Organisation wieder aufzubauen. John Elkann lobte diese Leistung Ende des Jahres, als die Konstrukteure den Titel in der WEC gewannen.

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Unterschwellig hatte Elkann angedeutet, dass ein Wandel in der Formel 1 notwendig sei, indem er auch beobachtete, was innerhalb der Gruppe selbst funktionierte. Die Scuderia entwickelt sich nun zu einer pyramidenförmigen Struktur, die die technischen Verantwortlichkeiten klären und das Zögern verringern soll. Im Vorfeld des großen regulatorischen Umbruchs im Jahr 2026 versucht Ferrari nicht, Individualitäten übereinander zu stapeln, sondern das System als Ganzes zu stärken. Eine reibungslose, schrittweise, aber tiefgreifende Neuorganisation, die zeigt, dass sich Maranello voll bewusst ist, dass der Kampf von morgen genauso in den Werkstätten und Konstruktionsbüros gewonnen wird wie auf der Rennstrecke.


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