Laut dieser Studie haben Elektroautos und Plug-in-Hybride 80 % mehr Probleme als andere: gute und schlechte Schüler

Das Timing ist schwierig. Während Stellantis gerade die Entscheidung getroffen hat, die Produktion und Vermarktung zahlreicher Plug-in-Hybridmodelle in Nordamerika einzustellen, wurde vor kurzem eine wegweisende Studie veröffentlicht, die die tatsächliche Zuverlässigkeit der verschiedenen Elektrifizierungstechnologien beleuchtet. Die Zahlen sind eindeutig: Laut Consumer Reports weisen Elektroautos und Plug-in-Hybride im Vergleich zu herkömmlichen Modellen mit Verbrennungsmotor durchschnittlich 80 % zusätzliche Probleme auf. Eine Feststellung, die mit den jüngsten Nachrichten der Stellantis-Gruppe übereinstimmt, ohne sich jedoch auf ihren einzigen Fall zu beschränken. Die Studie bezieht sich auf alle Automobilhersteller.

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Eine groß angelegte Studie, die aufrüttelt

Die jährliche Umfrage von Consumer Reports stützt sich auf die Rückmeldungen von fast 380.000 Besitzern und deckt die Modelljahre 2000 bis 2025 ab, wobei sogar einige vorläufige Daten zu 2026er Modellen vorliegen. Die Analyse konzentriert sich hauptsächlich auf die letzten drei Produktionsjahre, da dieser Zeitraum als am repräsentativsten für das aktuelle Angebot angesehen wird. Die erste wichtige Erkenntnis: Nicht aufladbare Hybride (HEV) sind heute die zuverlässigsten Fahrzeuge auf dem Markt, mit etwa 15 % weniger Problemen als Autos mit Verbrennungsmotor. Umgekehrt zeichnen sich Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride durch deutlich höhere Pannenquoten aus.

Quelle Consumer Reports

Laut Consumer Reports lässt sich dieser Unterschied vor allem durch die technologische Reife erklären. Je neuer, komplexer und bahnbrechender eine Architektur ist, desto größer ist das Risiko von Fehlern. Batterien mit hoher Kapazität, Ladesysteme, ausgeklügeltes Wärmemanagement, größere Abhängigkeit von Software: Die potenziellen Quellen für Fehlfunktionen werden immer zahlreicher.

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Plug-in-Hybrid - eine zu komplexe Technologie?

Auf dem Papier scheint der Plug-in-Hybrid ein idealer Kompromiss zu sein. In der Praxis zeigt die Studie jedoch, dass es sich um eine der komplexesten Technologien handelt, die es zu entwickeln und zu verlässlich zu machen gilt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hybriden müssen PHEVs extrem unterschiedliche Nutzungen bewältigen: Fahren mit 100 % Elektroantrieb, externes Aufladen, Heizen und Kühlen ohne Verbrennungsmotor, wobei der komplette Antriebsstrang erhalten bleiben muss.

Jeep Grand Cherokee 4xe (PHEV)

Diese Komplexität schlägt sich in hohen Ausfallraten bei mehreren gut identifizierten Modellen nieder. Zu den unzuverlässigsten Plug-in-Hybriden gehören unter anderem der Jeep Wrangler 4xe, der Jeep Grand Cherokee 4xe und der Chrysler Pacifica PHEV. Drei ikonische Modelle von Stellantis, alle betroffen von der Einstellung ihrer Produktion und Vermarktung in Nordamerika ab 2026.

Stellantis ist jedoch bei weitem kein Einzelfall. Die Studie weist auch auf den Ford Escape PHEV, den Mazda CX-90 PHEV und den Volvo XC60 PHEV hin. Bei Mazda, das für seine historische Zuverlässigkeit bekannt ist, hat die Einführung völlig neuer Plattformen für den CX-90 und CX-70, einschließlich der PHEV-Versionen, zu einem deutlichen Rückgang der Zuverlässigkeitswerte geführt. Consumer Reports betont: Größere technische Änderungen, selbst bei erfahrenen Herstellern, führen oft zu Problemen, die mit denen aufstrebender Marken vergleichbar sind.

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Elektrofahrzeuge: sehr starke Unterschiede

Bei Elektroautos ist die Situation ähnlich. Zwar haben sie im Durchschnitt mehr Probleme als Modelle mit Verbrennungsmotor, aber nicht alle sind gleich. Consumer Reports weist auf deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern hin. Tesla ist der Hersteller, der in den letzten Jahren die größten Fortschritte gemacht hat. Mit Ausnahme des Cybertrucks, eines völlig neuen und radikalen Modells, weisen die anderen Fahrzeuge der Marke eine durchschnittliche bis überdurchschnittliche Zuverlässigkeit auf. Das Model Y wird in der Studie sogar als das zuverlässigste neue Elektrofahrzeug bezeichnet.

Im Gegensatz dazu leiden einige Elektromodelle von Hyundai, Kia und Genesis unter wiederkehrenden Problemen. Auch die Premiummarken wurden nicht verschont, doch einige von ihnen schnitten besser ab. BMW, die fünftzuverlässigste Marke in der Gesamtwertung, erzielte mit seinen Elektromodellen i4, i5 und iX solide Ergebnisse. Lexus, die drittgrößte Marke mit den meisten zuverlässigen Elektroautos, hat mit dem RZ sogar einen der besten Plätze im Elektrosegment belegt.

Warum HEV-Hybride weiterhin die großen Gewinner sind

Zwar dominieren die nicht aufladbaren Hybride die Zuverlässigkeitsrangliste, doch Consumer Reports mahnt zur Vorsicht bei der Interpretation. Ihr Erfolg beruht zum großen Teil auf der Erfahrung, die einige Hersteller in den letzten fast dreißig Jahren gesammelt haben. Toyota, Lexus und Honda haben ihre Hybridsysteme in kleinen, aufeinanderfolgenden Schritten weiterentwickelt, ohne einen plötzlichen Bruch zu verursachen.

Neu Jeep Cherokee HEV

Im Gegensatz dazu basieren viele PHEVs und neuere Elektrofahrzeuge auf völlig neuen Plattformen, die oft unter Zeitdruck entwickelt wurden, um den Umweltvorschriften gerecht zu werden. Dieser Unterschied in der Industriephilosophie erklärt zum großen Teil die heute beobachteten Unterschiede.

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Stellantis setzt auf HEV?

Die Entscheidung von Stellantis, seine Plug-in-Hybride in Nordamerika aufzugeben, erscheint weniger ideologisch als pragmatisch. Zwischen massiven Rückrufaktionen, industrieller Komplexität und verbesserungswürdiger Zuverlässigkeit scheint der Konzern die Lehren aus einer Technologie zu ziehen, die in großem Maßstab noch unreif ist. Die Studie von Consumer Reports verurteilt weder Elektroautos noch Plug-in-Hybride. Sie zeigt vielmehr eine differenziertere Realität auf: Nicht alle Formen der Elektrifizierung sind hinsichtlich ihrer technologischen Reife gleichwertig. Indem Stellantis nun verstärkt auf nicht aufladbare Hybride und Elektrofahrzeuge mit Range Extender setzt, schließt er sich einem breiteren Trend an, der bei mehreren Herstellern zu beobachten ist. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Ansatz auf Europa übertragen werden kann, wo die Auflagen für CO₂-Emissionen nach wie vor viel höher sind. Eines ist jedoch sicher: Hinter den Marketingreden wird die Zuverlässigkeit wieder zu einem zentralen Kriterium.

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9 bewertungen auf "Selon cette étude, les voitures électriques et hybrides rechargeables ont 80 % plus de problèmes que les autres : les bons et les mauvais élèves"

  1. Es kumuliert die Nachteile von Verbrennungsmotoren und Elektroautos, ohne ihre jeweiligen Vorteile zu haben.

    Ein Gaswerk, das betrieben werden muss. Komplexer als ein einfacher HEV. Viel schwerere Batterien. Eine thermale Mechanik, die generell unterdimensioniert ist und daher viel anfälliger für mechanische Unfälle ist. Ein Verbrauch wie bei einem Hummer mit leerer Batterie. Im Grunde konnte man damit nur den CO2-Durchschnitt künstlich senken, um die Normen zu erfüllen, ohne zu viel in die Entwicklung von HEVs zu investieren.

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  2. Interessante Studie, die jedoch nicht deutlich macht, dass bei Toyota oder Honda die PHEVs, die eng von den HEVs abstammen, keine Probleme verursachen. Es ist also nicht das PHEV das Problem, sondern der Hersteller, der es produziert. Stellantis macht also nur Mist🙁.

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    • Die Studie zeigt nicht mit dem Finger auf Stellantis, sondern auf die Hersteller, die mehr oder weniger Erfahrung mit einer bestimmten Technologie haben. Ich denke, dass Toyota, das viel Erfahrung mit HEVs hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit zuverlässigere PHEVs herstellen wird. Was die Stellantis-Modelle betrifft, so sind es vor allem die Modelle aus der FCA-Ära...

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  3. Die Schlussfolgerung ist einfach: Wir sollten Autos mit Verbrennungsmotoren kaufen und sie für die Zukunft einlagern, damit wir viele, viele Jahre lang problemlos fahren können. PHEVs und Elektroautos nein danke.
    Ich habe irgendwo einen Artikel gelesen, in dem es hieß, dass ein Großteil der Besitzer von Plug-in-Hybridfahrzeugen diese nicht einmal die Hälfte der Zeit auflädt. Das bedeutet, dass es für die Senkung des CO2-Ausstoßes nicht relevant ist.

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  4. Met ruim 65.000 km op de teller is rijden in een Peugeot 308 SW 180 pk hybrid een genot. Maar .... ik hem tijdens vakantie in Frankrijk wel te maken gekregen met een rare en zeer ongemakkelijke storing in mijn routeplanner. Dank Peugeot-Dealer Nefkens in Tilburg heel snel en binnen de garantie opgelost (terwijl andere dealers niet wisten hoe dit op te lossen). Door dagelijks laden is het verbruik 1:23 km! Mit einem Bereik von 35 km (Winter) bis 55 km (Sommer) ist die Luftverschmutzung an den Grenzübergängen so gering wie möglich. En....heerlijk geluidsarm electrisch rijden ook nog eens. Iedereen blij.

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  5. Im Detail steckt dahinter keine "Studie", sondern eine Umfrage. Weiterhin wird nicht definiert, was ein "Problem" darstellt. Es gibt aber tatsächlich Untersuchungen, die mit zuverlässigeren Daten prüfen, welche Antriebsform wie zuverlässig ist. Ich kann jeden nur ermutigen mal selbst nach solchen Untersuchungen zu suchen, denn das Ergebnis ist ein völlig Anderes.

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