Stellantis: 320 sofortige Entlassungen und bis zu 700 gefährdete Arbeitsplätze in diesem Werk, das Alfa Romeo, Fiat und Jeep herstellt

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Die Ankündigung kommt überraschend. Das Werk im polnischen Tychy, von dem man glaubte, dass es dank der Produktion von sogenannten "Volksmodellen" relativ geschützt sei, wird nun von einer viel brutaleren Realität eingeholt. Stellantis hat offiziell ein Verfahren für Massenentlassungen eingeleitet, das sofort 320 Beschäftigte betrifft, wobei die Gesamtauswirkungen nach Angaben der Gewerkschaften bis zu 700 Arbeitsplätze erreichen könnten. Ein starkes und besorgniserregendes Signal für einen Industriestandort, an dem Schlüsselmodelle wie der Alfa Romeo Junior, der Fiat 600 und der Jeep Avenger zusammengebaut werden.

Eine sicher geglaubte Fabrik

Tychy nahm bislang eine Sonderstellung in der Stellantis-Galaxie ein. Im Gegensatz zu anderen europäischen Standorten, die sich auf Nischen- und Premiumfahrzeuge spezialisiert haben, produziert das polnische Werk kompakte SUVs, die auf hohe Stückzahlen ausgelegt sind. Autos, die in erschwinglichen Segmenten positioniert sind, sollen die Verkäufe des Konzerns in einem angespannten Marktumfeld stützen. Genau aus diesem Grund wirkte die Ankündigung wie eine kalte Dusche. Am Montag, den 12. Januar 2026, informierte das Management von FCA Poland (der lokalen Tochtergesellschaft von Stellantis) die Gewerkschaften über seine Absicht, eine Massenentlassung vorzunehmen. Offiziell waren 320 Stellen betroffen, sowohl bei den Arbeitern als auch bei den Verwaltungsangestellten, und zwar in allen Berufen der Fabrik.

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In Wirklichkeit bis zu 700 Arbeitsplätze gefährdet

Hinter dieser offiziellen Zahl verbirgt sich eine weitaus größere Realität. Laut den polnischen Gewerkschaften, insbesondere der Gewerkschaft Metalowcy, könnten die sozialen Auswirkungen weitaus größer sein. Wenn man die befristeten Verträge, die nicht verlängert werden, und die über Zeitarbeitsfirmen beschäftigten Arbeitnehmer mit einbezieht, könnte die Gesamtzahl der Personen, die ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, auf über 700 ansteigen. Zur Veranschaulichung: Ende 2025 beschäftigte FCA Poland in Tychy noch 2.378 Mitarbeiter, darunter mehr als 2.000 Arbeiter. Ein Abbau in dieser Größenordnung wäre daher ein großer Schock für den Industriestandort, aber auch für die gesamte lokale Wirtschaft.

Entlassungen bis zum Frühjahr 2026 verteilt

Die Unternehmensleitung erklärte, dass die Entlassungen nach dem im polnischen Arbeitsrecht vorgesehenen gesetzlichen Verfahren mit einer Frist bis zum 30. April 2026 erfolgen würden. Die Kriterien würden auf der Bewertung der Leistung der Beschäftigten im Jahr 2025 beruhen, aber auch auf technischen und organisatorischen Erwägungen. In der ersten Phase würde Stellantis einvernehmlich ausgehandelte Entlassungen bevorzugen, bevor es, falls erforderlich, auf Einzelentlassungen zurückgreift. Ein Programm für freiwillige Abgänge wird ebenfalls erwähnt, wobei die Abfindungen über dem gesetzlichen Minimum liegen und je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Nähe zum Rentenalter gestaffelt sind.

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Flaue Nachfrage nach strategisch wichtigen Modellen?

Offiziell begründet Stellantis diese Entscheidung mit einem anhaltenden Rückgang der Nachfrage nach den in Tychy produzierten Modellen. In dem Werk werden derzeit hauptsächlich der Jeep Avenger, der Fiat 600 und der Alfa Romeo Junior montiert, die als Hybridversionen mit Verbrennungsmotor und als 100 % mit Elektroantrieb erhältlich sind. Diese Modelle sollten die kommerzielle Wiederbelebung der betreffenden Marken im Segment der städtischen und kompakten SUVs verkörpern. In der Praxis blieben die Stückzahlen offensichtlich hinter den Erwartungen zurück, so dass die Gruppe gezwungen war, die industrielle Segel zu streichen.

Der Green Deal - eine Erklärung, die nicht überzeugt

Auf Seiten der Gewerkschaften wird die Schuld teilweise dem europäischen Green Deal, den steigenden Energiekosten und der Unsicherheit über das geplante Ende der Verbrennungsmotoren zugeschrieben. Ein mittlerweile klassischer Diskurs in der Automobilindustrie. Aber diese Erklärung hat Mühe, vollständig zu überzeugen. Der Alfa Romeo Junior, der Jeep Avenger und der Fiat 600 sind keine reinen Elektromodelle: Es gibt sie auch in Hybridversionen, die gerade dazu dienen sollen, eine Kundschaft zu beruhigen, die noch zögerlich gegenüber dem reinen Elektroantrieb ist. Das eigentliche Problem scheint also weniger ein ideologisches als ein kommerzielles zu sein. Mit anderen Worten: Diese Autos verkaufen sich einfach nicht genug, obwohl sie angeblich gut positioniert sind. Hohe Preise, starke interne und externe Konkurrenz: All diese Faktoren wiegen heute weit schwerer als die europäischen Vorschriften allein.

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Der Fall Tychy sendet eine klare Botschaft. Selbst Fabriken, die "Mainstream"-Modelle herstellen, sind im Automobil-Europa des Jahres 2026 nicht mehr sicher. Für Stellantis ist dieser Sozialplan in Polen ein Beispiel für die anhaltenden Schwierigkeiten, Produkteinführungen in dauerhafte Verkaufserfolge umzuwandeln. Und er wirft eine umfassendere Frage auf: Wenn kompakte Hybrid- und Elektro-SUVs, die das Herzstück des Übergangs und des Volumens sein sollen, nicht mehr ausreichen, um Arbeitsplätze zu sichern, welche Handlungsspielräume bleiben den europäischen Herstellern dann in den kommenden Jahren wirklich?


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2 bewertungen auf "Stellantis : 320 licenciements immédiats et jusqu’à 700 emplois menacés dans cette usine qui produit des Alfa Romeo, Fiat et Jeep"

  1. Und die Idioten, die sich darauf versteifen, nur eine einzige Auswahl an Verbrennungsmotoren anzubieten, werden nicht vor die Tür gesetzt. !!!! Es fehlt eine Version mit 1,3 oder 1,5 und eine Dieselversion, denn es gibt immer noch Leute, die viel fahren.

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