BYD wird kontroverse Werbung für Stellantis-Motoren untersagt

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Noch vor einem Monat sorgte die Werbekampagne für Schmunzeln, Zähneknirschen und viel Gerede. Heute ist sie schlichtweg verboten. In Italien wurde die von BYD gestartete Werbung "Operazione PUREFICATION", die sich offen über die Riemenmotoren des Konzerns lustig machte StellantisDie italienische Werberegulierungsbehörde hat die Kampagne gestoppt. Ein abruptes Ende für eine ebenso provokante wie furchterregend gezielte Marketingaktion.

Perfekt kalkulierte Provokation

Als "Operazione PUREFICATION" Anfang Januar auf den Markt kam, gab es keinen Raum für Zweifel. Ohne Stellantis jemals explizit zu erwähnen, zielte BYD eindeutig auf den 1.2 PureTech-Motor und seinen berühmten Zahnriemen im Ölbad ab, der im Laufe der Jahre in den Augen vieler europäischer Autofahrer zu einem Symbol für mechanische Anfälligkeit geworden ist.

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Mit bewusst ironischen Slogans wie "Ein Problem mit dem Zahnriemen? Mit BYD ist es vorbei" verwandelte der chinesische Hersteller ein technisches Thema in eine Marketingwaffe. Die Marke stellte ihre riesigen industriellen Ressourcen, zehntausende Ingenieure, Patente und vor allem eine lange Garantie in den Vordergrund - ein bewusster Kontrast zu den Zuverlässigkeitsproblemen, die mehrere Generationen von Benzinmotoren des französisch-italienisch-amerikanischen Konzerns betrafen.

Wenn Humor zum Frontalangriff wird

Doch wo BYD nach Ansicht der italienischen Behörden eine Grenze überschritten hat, ist in der Mechanik seines kommerziellen Angebots selbst zu suchen. Die Kampagne bot bis zu 10.000 € Eintauschbonus für jedes Fahrzeug, das mit einem Ölbadriemen ausgestattet war, sofern es auf ein Elektro- oder Plug-in-Hybridmodell der chinesischen Marke umgestiegen war. Für die Regulierungsbehörden handelte es sich nicht mehr um einen einfachen impliziten Vergleich, sondern um einen gezielten und verunglimpfenden Angriff auf einen bestimmten Konkurrenten. Das von Stellantis angerufene IAP (Istituto dell'Autodisciplina Pubblicitaria) befand, dass die Kampagne gegen die Regeln für vergleichende Werbung verstieß, da sie irreführend, herabsetzend und unfair war. Das Ergebnis war, dass die Werbung in Italien verboten wurde.

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Verbotene Werbung... aber eine Botschaft kommt an

Ironie der Geschichte: Indem Stellantis versucht, die Kampagne zum Schweigen zu bringen, verschafft er ihr ein zweites Leben in den Medien. Das Verbot von "Operazione PUREFICATION" erregt heute viel mehr Aufsehen als die Plakate selbst. Und für BYD ist der Schaden (oder das Gute) vielleicht schon angerichtet. Es bleibt abzuwarten, ob BYD sich für die Diskretion entscheiden wird... oder ob es bereits einen neuen, subtileren, aber ebenso furchterregenden Gegenschlag vorbereitet.


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