Pagani kündigt neue Zusammenarbeit für die Software der zukünftigen Hypercars nach 2030 an "Wir lassen uns von iOS und Android inspirieren".

Auf der CES 2026 in Las Vegas, Pagani hat kein neues Hypercar enthüllt, nicht einmal ein spektakuläres Konzeptfahrzeug. Stattdessen sprach die italienische Marke über ein viel diskreteres, aber dennoch wichtiges Thema: die Software, mit der ihre zukünftigen Hypercars nach 2030 ausgestattet sein werden. Eine technische Ankündigung auf dem Papier, die jedoch in Wirklichkeit eine sehr klare Vision offenbart: die Emotionen des Fahrens zu bewahren und gleichzeitig die Komplexität der modernen Elektronik zu beherrschen.

Werbung

Ein Pagani Utopia, der in ein Labor verwandelt wurde

Im Mittelpunkt dieser Ankündigung steht der Pagani Utopia, der 2022 zum ersten Mal vorgestellt wurde. Der Utopia war keineswegs ein Museumsstück, sondern diente als Labor. Pagani nutzt es, um Technologien zu testen, die nicht in den aktuellen Modellen, sondern in den Hypercars des nächsten Jahrzehnts zum Einsatz kommen werden.

Um diesen neuen Meilenstein zu erreichen, hat Pagani zwei Schlüsselpartner um sich geschart: STMicroelectronics, den europäischen Halbleiterriesen (aus dessen Reihen der derzeitige CEO von Ferrari stammt), und osdyne, ein junges Unternehmen, das sich auf die nächste Generation eingebetteter Software spezialisiert hat. Es ist das erste Mal, dass Pagani so direkt mit einem Hersteller von elektronischen Bauteilen zusammenarbeitet. Das Ziel ist klar: Nicht mehr Steuergeräte und kilometerlange Kabel übereinander stapeln, sondern die elektronische Architektur als Ganzes neu überdenken. Das Ergebnis dieses gemeinsamen Denkens nimmt die Form eines zentralen Elements an: ein "Automotive Gateway".

Werbung

Mit dem Elektronengehirn das Autofahren vereinfachen

Konkret bedeutet dies, dass dieses neue Modul wie ein zentrales Gehirn wirkt. Wo ein modernes Auto Dutzende verschiedener Steuergeräte an Bord haben kann, ermöglicht dieses System die Zusammenführung zahlreicher Funktionen: Verwaltung der Karosserieausstattung, Ferndiagnose, Fernupdates, IT-Sicherheit oder auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Systemen des Autos. Für den Autofahrer bedeutet dies nicht mehr Bildschirme oder Gadgets, sondern eine leichtere, reaktionsschnellere und zuverlässigere Architektur. Weniger Kabel, weniger Komplexität und damit ein geringeres Risiko von langfristigen Fehlfunktionen. Pagani spricht von einer Elektronik, die "die Komplexität zähmt".

Wenn sich die Software vom Smartphone inspirieren lässt

Einer der markantesten Punkte dieser Zusammenarbeit kommt von osdyne. Sein CEO, Amit Singh, bekennt sich klar zur Inspiration: die Welt der Smartphones. So wie iOS oder Android unsere Telefone in skalierbare, funktionsreiche und leicht zu aktualisierende Plattformen verwandelt haben, möchte osdyne diese Logik auf Autos übertragen. Das bedeutet modularere, sicherere Software, die sich im Laufe der Zeit leichter weiterentwickeln lässt. Für Pagani ist das eine Versicherung: Die Hypercars von morgen können von Softwareverbesserungen profitieren, ohne ihre DNA in Frage zu stellen oder das Fahrerlebnis zu erschweren.

Bewahrung von Emotionen im Softwarezeitalter

Getreu seiner Philosophie hat Pagani den ästhetischen Aspekt nicht vernachlässigt. Selbst dieses elektronische Modul, das für den Fahrer unsichtbar ist, ist in einem Karbongehäuse untergebracht, das in der Werkstatt in San Cesario sul Panaro entworfen und von Hand gefertigt wurde. Horacio Pagani bringt es auf den Punkt: Die Technologie darf niemals die Oberhand über den Menschen gewinnen. Die Paganis der Zeit nach 2030 versprechen, zutiefst emotional und im Herzen analog zu bleiben, aber unterstützt von einer unsichtbaren, zuverlässigen und skalierbaren elektronischen Intelligenz.

Werbung
Werbung

Gefällt dir dieser Beitrag? Teile es!

Eine Bewertung hinterlassen