Er kauft einen von Michael Schumacher signierten Maserati MC12: «Er ist bequemer und weniger klaustrophobisch als ein Ferrari Enzo»

Die Maserati MC12 gehört zu den seltenen Autos, deren Legende weit über ihr reines Datenblatt hinausgeht. Dieser in nur 50 Exemplaren für die Straße produzierte Supersportwagen aus den frühen 2000er Jahren verbirgt eine faszinierende Geschichte: die eines Ferrari Enzo, der zu einer echten Rennmaschine umgebaut wurde.

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Und das Exemplar, das kürzlich von einem Fachhändler in den USA vorgestellt wurde, hat ein noch unglaublicheres Detail: eine Michael Schumacher zugeschriebene Unterschrift auf der Tür.

Ein Supersportwagen, der zum Rennen geboren ist

Um den MC12 zu verstehen, muss man zum ursprünglichen Projekt zurückgehen. Zu dieser Zeit entwickelte Ferrari den Enzo als technologisches Schaufenster, aber die Marke mit dem sich aufbäumenden Pferd hatte nicht die Absicht, den Wagen in den Wettbewerb zu schicken.

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Maserati, Das Unternehmen, das damals zur Ferrari-Gruppe gehörte, nutzte diese außergewöhnliche technische Basis, um ein Auto zu entwickeln, das in der FIA-GT-Meisterschaft fahren konnte. Der MC12 wurde als echter Rennwagen konzipiert. Die Straßenversionen wurden nur produziert, um die Vorschriften zu erfüllen und Maserati die Möglichkeit zu geben, die Rennversion in der Meisterschaft einzusetzen.

Technisch gesehen ist die Verbindung zum Ferrari Enzo offensichtlich. Man findet das Kohlefaser-Chassis, den aus Maranello stammenden V12-Saugmotor und viele identische technische Lösungen. Doch Maserati treibt das Konzept noch weiter: Der Wagen ist länger, breiter und vor allem für den Rennsport optimiert.

Das Ergebnis war spektakulär: Der MC12 wurde zu einem der dominantesten Autos in der Geschichte der FIA GT, gewann mehrere Konstrukteurstitel und prägte die Kategorie nachhaltig.

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Der Ferrari Enzo, der tatsächlich gefahren ist

In der Welt der Autofans wird der MC12 oft als «Renn-Enzo» bezeichnet. Eine Formel, die seine Rolle in der Geschichte von Ferrari und Maserati perfekt zusammenfasst. Denn während Ferrari den Enzo nie offiziell auf der Rennstrecke einsetzte, tat dies Maserati an seiner Stelle.

Der MC12 basiert auf der Basis des Supersportwagens aus Maranello, passt diese aber an die Anforderungen der Langstrecken- und GT-Meisterschaft an. So trifft er auf einige der beeindruckendsten Maschinen seiner Zeit: Mercedes-Benz CLK GTR, Saleen S7R, Porsche oder Aston Martin, die in der gleichen Klasse antreten. Aus diesem Umbau entstand ein einzigartiges Auto: ein direktes Derivat des Enzo, das in erster Linie für die Rennstrecke konzipiert und dann für die Straße angepasst wurde.

Eine Unterschrift von Michael Schumacher

Das kürzlich vorgestellte Exemplar hat ein Detail, das sofort fasziniert: eine Michael Schumacher zugeschriebene Unterschrift auf der Tür.

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister fuhr den Maserati MC12 tatsächlich mehrmals bei Veranstaltungen und Demonstrationen. Insbesondere existieren Fotos, auf denen er neben dem Modell zu sehen ist, was die Glaubwürdigkeit dieser Unterschrift unterstreicht.

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Es bleibt zu klären, ob die Signatur auf diesem speziellen Exemplar oder auf einem anderen Auto angefertigt wurde. Die derzeitigen Besitzer planen, weitere Nachforschungen anzustellen, um dies zu bestätigen. In jedem Fall verleiht dieses Detail einem bereits legendären Auto noch mehr Aura.

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Ein ebenso spektakulärer wie seltener Supersportwagen

Der Maserati MC12 beeindruckt sofort durch seine ungewöhnlichen Proportionen. Mit einer ursprünglichen Länge von über fünf Metern musste er leicht gekürzt werden, um bestimmte Zulassungsvorschriften zu erfüllen.

So waren die ersten Versionen länger, während die späteren Exemplare eine leicht verkürzte Karosserie erhielten. Eine weitere Besonderheit: Im Gegensatz zum Enzo verfügt der MC12 über ein abnehmbares Dach, das es ermöglicht, den V12-Saugmotor unter freiem Himmel zu genießen. Ein Detail, das seinen einzigartigen Charakter unterstreicht.

An Bord erinnert das Ambiente stark an den Ferrari Enzo, mit einem minimalistischen Armaturenbrett und einem Cockpit, das ganz auf Leistung ausgerichtet ist. Laut seinem neuen Besitzer ist der Maserati aber auch etwas komfortabler und weniger klaustrophobisch als sein Cousin in Maranello, ein Punkt, der von denjenigen, die das Glück hatten, beide Modelle zu fahren, oft betont wird.

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Ein noch immer unterschätzter Wert?

Trotz seiner Seltenheit und seiner Geschichte im Rennsport sind einige Experten der Ansicht, dass der MC12 auf dem Sammlermarkt heute immer noch unterbewertet ist.

Wenn man ihn mit anderen modernen Hypercars oder den begehrtesten Ferraris vergleicht, ist sein Stammbaum jedoch außergewöhnlich: extrem limitierte Produktion, die technische Basis des Ferrari Enzo und eine beeindruckende Erfolgsgeschichte im Rennsport. Für viele ist er sogar ein Unikat in der Automobilgeschichte: die einzige echte Rennversion des Enzo.

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