Lamborghini-Chef kündigt an, dass sich die US-Steuern bereits auf die Verkaufszahlen auswirken: "Millionäre passen auf ihr Geld auf".

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Selbst Superreiche zögern, einen Scheck über mehrere hunderttausend Euro zu unterschreiben. Diese Feststellung traf Stephan Winkelmann, CEO von Lamborghiniin einem Interview mit CNBC. Seiner Meinung nach beginnt die Unsicherheit über die Zölle zwischen Europa und den USA bereits, einige Käufer abzukühlen - darunter auch Millionäre und Milliardäre.

"Sie sind aus einem Grund Millionäre oder Milliardäre: Sie wissen, was sie tun und warum sie es tun", erklärte er. Das Ergebnis: Viele wohlhabende Kunden warten lieber, bis sich die Lage stabilisiert hat, bevor sie ihren nächsten Supersportwagen bestellen.

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Zölle belasten, selbst bei Luxusgütern

Derzeit müssen europäische Autohersteller, die in die USA exportieren, mit einer Steuer von 27,5 % rechnen. Ein Satz, der nach den jüngsten Vereinbarungen auf 15 % sinken könnte, aber noch nicht wirksam ist. Bei einem Einstiegspreis von über 400.000 US-Dollar für einen Lamborghini macht jeder Steuerprozentsatz Zehntausende Euro aus. Ein Grund zum Nachdenken, selbst für diejenigen, bei denen Geld nie ein Problem zu sein schien.

Für Lamborghini ist es unmöglich, sich vorzustellen, das Problem durch lokale Produktion zu umgehen: "Made in Italy" ist ein zentraler Bestandteil der DNA des Unternehmens. "Für uns ist der freie Handel der richtige Ansatz. Aber die Realität ist komplex, und wir müssen uns anpassen", fasste Winkelmann zusammen.

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Weiterhin solide Auftragsbestände

Dass die Marke keinen unmittelbaren Einbruch der Nachfrage befürchtet, liegt daran, dass die aktuellen Auslieferungen Autos betreffen, die vor ein oder zwei Jahren bestellt wurden. Die bereits angekündigten Preiserhöhungen - +7 % für den Temerario und den Urus, +10 % für den Revuelto, haben noch nicht ihre volle Wirkung entfaltet.

In der Zwischenzeit Lamborghini profitiert von einer außergewöhnlichen Dynamik 1,62 Milliarden Euro Umsatz in der ersten Hälfte des Jahres 2025, mehr als 5600 ausgelieferte Autos und eine aktualisierte Produktpalette mit ihren Hybriden. Jüngstes Beispiel, der FenomenoDer auf 29 Exemplare limitierte Wagen hat eine Leistung von 1080 PS und beschleunigt in 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Wagen wurde in einer limitierten Auflage von 29 Exemplaren hergestellt.

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Elektrische Zukunft verschoben?

Doch die Zukunft ist nicht nur eine Frage der Steuern. Während ein elektrisches Modell 100 % für 2028 geplant war, räumt Winkelmann ein, dass die Verlangsamung des Marktes für Elektrofahrzeuge dazu führt, dass das Projekt überdacht wird. Das Modell könnte schließlich als Hybridversion auf den Markt kommenDie Entscheidung wird bis Ende des Jahres erwartet.

"Es ist für uns nicht wichtig, die Ersten bei einer Technologie zu sein, sondern zu dem Zeitpunkt zu kommen, an dem sie akzeptiert wird, und die beste Version anzubieten".

Eine jüngere und vielfältigere Klientel

Abgesehen von den Zollturbulenzen sieht die Marke mit dem Stier, dass sich ihre Kundschaft schnell verändert. Das Durchschnittsalter der Käufer liegt mittlerweile unter 45 Jahren, in Asien sogar unter 30 Jahren. Auch Frauen werden immer häufiger angesprochen, nicht zuletzt dank des Erfolgs des Urus, und Lamborghini veranstaltet immer mehr Events für Frauen, wie z. B. das Programm She Drives a Lambo.

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