Er vermietet seinen Lamborghini Huracan fünf Jahre lang an Hunderte von Kunden ... hier ist sein Zustand nach 85.000 km

Was passiert mit einem Supersportwagen, wenn er durch die Hände von Hunderten verschiedener Fahrer geht? Diese Frage beantwortet der US-Amerikaner Rob Ferretti, Besitzer eines Lamborghini Huracán Spyder mehrere Jahre lang als Mietwagen genutzt.

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Nach fünf Jahren Betrieb und etwa 53.000 Meilen (85.000 km) entschied er sich, den tatsächlichen Zustand des Wagens ungefiltert zu zeigen. Eine interessante Art und Weise, die Robustheit eines italienischen Supersportwagens zu messen, der doch als zerbrechlich gilt - zumindest in der kollektiven Vorstellung.

Ein gemieteter Lamborghini

Seit seinem Neukauf hat dieser Huracán nicht das ruhige Leben eines Oldtimer-Supersportwagens geführt. Er wurde im Rahmen von Rob Ferrettis Sportwagenverleihgeschäft an Hunderte von Kunden vermietet.

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Jeder Fahrer erlebt das Auto zum ersten Mal, was eine Lernphase mit sich bringt. Die Mechanik wird daher regelmäßig von Personen beansprucht, die nicht unbedingt wissen, wie sich ein Supersportwagen mit über 600 PS verhält.

Der Besitzer stellt jedoch klar, dass dies nicht bedeutet, dass die Kunden das Auto schlecht behandelt haben. Aber im Gegensatz zu einem Lamborghini einem einzigen Enthusiasten gehörte, wurde sie jahrelang nie «gehegt und gepflegt» oder vorsichtig benutzt.

Als er es verkaufen wollte, hatte das Auto bereits über 45.000 Meilen (ca. 72.000 km) auf dem Tacho. Nach einer letzten Mietsaison in New York hat er nun mehr als 53.000 Meilen (fast 85.000 km) zurückgelegt.

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Der äußere Zustand: einige Spuren, aber nichts Alarmierendes

Auf den ersten Blick ist der italienische Supersportwagen in einem erstaunlich guten Zustand. Die sichtbaren Spuren sind die, die man von einem Auto mit dieser Laufleistung erwarten würde.

Der größte Mangel betrifft die Vorderseite des Fahrzeugs, wo zahlreiche Steinschläge auf dem weißen Lack zu sehen sind. Das ist nichts Ungewöhnliches für ein niedriges, leistungsstarkes Auto, das viel gefahren wurde. Unter dem Stoßfänger sind ebenfalls einige Kratzer zu sehen, die oft von Bodenschwellen oder Parkrampen verursacht werden. Die Felgen hingegen wurden mehrfach erneuert, um ein ordentliches Erscheinungsbild zu erhalten. Eine klassische Schönheitspflege für ein regelmäßig genutztes Auto.

Das Innere

Im Innenbereich macht sich die Abnutzung am meisten bemerkbar. Die Fußmatten zeigen deutliche Spuren einer intensiven Nutzung, sind aber immer noch leicht und kostengünstig zu ersetzen. Auch der Fahrersitz weist eine deutlichere Abnutzung auf als der Beifahrersitz. Der Grund dafür ist einfach: Fast jeder, der ins Auto steigt, möchte hinter dem Lenkrad sitzen, auch wenn er nicht fährt.

Trotzdem ist der allgemeine Zustand immer noch sehr gut. Das Lenkrad ist gut erhalten, die Mittelkonsole ist gut gealtert und die Metallknöpfe haben kaum gelitten. Selbst der Bildschirm und die elektronischen Geräte funktionieren noch einwandfrei. Insgesamt bewertet Rob Ferretti den ästhetischen Zustand des Autos mit 6 von 10 Punkten.

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Eine erstaunlich zuverlässige Mechanik

Der überraschendste Aspekt betrifft die mechanische Zuverlässigkeit. In den mehr als 85.000 Kilometern, die der Lamborghini in Betrieb war, hat er nur die üblichen Wartungsarbeiten benötigt. Der Besitzer berichtet hauptsächlich von regelmäßigen Ölwechseln und zwei kompletten Bremsenwechseln. Der letzte Satz Bremsen wurde übrigens nur 2.000 Meilen vor dem Verkauf eingebaut.

Auf der Straße behält der Wagen das gesamte Gefühl eines Huracán. Das Getriebe funktioniert perfekt, die Beschleunigung bleibt brutal und die Lenkung zeigt keine Vibrationen. Die einzige auffällige Anomalie ist ein leichtes Geräusch, das wahrscheinlich vom Dachmechanismus des Cabriolets herrührt. Ein kleines Problem, das nach Ansicht des Besitzers leicht zu beheben ist.

Ein italienischer Supersportwagen, der weniger zerbrechlich ist, als man denkt

Für Rob Ferretti bestätigt diese Erfahrung vor allem die Zuverlässigkeit der modernen Lamborghinis. Seiner Meinung nach sind die neueren Modelle wie der Huracán oder der Ferrari 458 viel robuster als ihre Vorgänger.

Er sagt sogar, dass er nicht zögern würde, den Kauf eines Exemplars mit hohem Kilometerstand zu empfehlen, solange die Wartung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Das Auto wurde schließlich für rund 170.000 US-Dollar angeboten, ein relativ niedriger Preis für einen Huracán Spyder aus dem Jahr 2019. Die hohe Laufleistung erklärt natürlich diesen Preisabschlag.

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Aber eines ist sicher: Nach Jahren der Vermietung und Zehntausenden von Kilometern beweist dieser Lamborghini, dass ein italienischer Supersportwagen intensiv genutzt werden kann ... und dabei voll funktionsfähig bleibt.

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