
In Algerien wurde der industrielle Übergang, der von Fiat und Stellantis nimmt für Tausende von Kunden eine überraschende Wendung. Während einige Bestellungen für Fiat 500, deren lokale Produktion gestoppt wurde, nie erfüllt wurden, wurde eine unerwartete Lösung gerade offiziell bestätigt: Diese nicht gelieferten Fahrzeuge können durch den neuen Fiat Grande Panda ersetzt werden, der lokal in Tafraoui in der Nähe von Oran produziert wird.
Diese Information wurde von der Bank El Baraka Algérie, einem Partner von Stellantis El Djazaïr im Bereich der Autofinanzierung, bestätigt. Auf die Frage nach dem Schicksal der Fiat 500-Bestellungen, die über einen Bankkredit eingegangen waren, aber noch auf ihre Auslieferung warteten, räumte die Bank alle Unklarheiten aus: Diese Fälle werden automatisch auf den Fiat Grande Panda umgestellt, der ab Februar nächsten Jahres auf den Markt kommen soll. Diese Lösung betrifft nur Kunden, die bereits ein Finanzierungsverfahren eingeleitet haben. Dadurch sollen Stornierungen vermieden und Stellantis die Möglichkeit gegeben werden, die Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten.
Ein Transfer, der der Zustimmung der Klientinnen und Klienten bedarf
Im Gegensatz zu dem, was man sich vielleicht vorstellen könnte, wird der Modellwechsel nicht ohne Bedingungen stattfinden. Jeder betroffene Kunde müsste einzeln kontaktiert werden, um seine ausdrückliche Zustimmung zu geben, den Fiat 500 durch einen Grande Panda zu ersetzen. Ein weiterer Schlüsselpunkt muss noch geklärt werden: der Preis. Der Fiat Grande Panda wird zu einem höheren Preis als der bislang in Algerien montierte Fiat 500 vermarktet werden. Die Kunden werden also die Wahl haben, die neuen finanziellen Bedingungen zu akzeptieren oder auf das angebotene Paket zu verzichten.

Die Bestätigung eines bereits angekündigten Übergangs
Diese Ankündigung kommt nicht aus dem Nichts. Bereits im letzten Herbst hatte Stellantis offiziell bekannt gegeben die schrittweise Einstellung der Produktion des Fiat 500 in der Fabrik in Tafraoui. Seit Dezember 2023 waren dort über 50 000 Fahrzeuge montiert worden, überwiegend Fiat 500 Hybridfahrzeuge für den lokalen Markt. Das Modell war jedoch am Ende seines Zyklus angelangt. Der in Algerien produzierte 500 entsprach nicht mehr den mittelfristigen Ambitionen des Konzerns. Der Grande Panda, der ebenfalls vor Ort produziert wird, bot sich daher als natürlicher Nachfolger an. Es bleibt nun abzuwarten, wie die algerische Öffentlichkeit das neue Modell aufnehmen wird, das in den kommenden Jahren das Gesicht von Fiat in Algerien sein wird.
