Warum dieser 60 Jahre alte Ferrari so teuer geworden ist, dass sich Milliardäre um ihn reißen

Werbung

Während einige moderne Supersportwagen bei Auktionen bereits Höchstpreise erzielen, dominiert ein in den frühen 1960er Jahren entworfenes Auto weiterhin den weltweiten Sammlermarkt. Mit über 60 Jahren bleibt der Ferrari 250 GTO nicht nur eine absolute Referenz, sondern vor allem das begehrteste Automobil der Welt. Der kürzlich erfolgte Verkauf eines Exemplars für 38,5 Millionen Dollar ist ein weiterer eindrucksvoller Beweis dafür. Aber warum ist diese Ferrari erreicht sie solche Beträge? Die Antwort liegt sowohl in ihrer Geschichte als auch in dem, was sie repräsentiert.

Vor allem an das Rennen gedacht

Der 250 GTO (Gran Turismo Omologato) wurde im Februar 1962 in Maranello auf der traditionellen Ferrari-Pressekonferenz vor der Saison offiziell vorgestellt und war nie ein reines Straßenauto. Er war zwar für den legalen Straßenverkehr zugelassen, aber in erster Linie als Rennwaffe für die GT-Klasse der FIA-Meisterschaft konzipiert. Zu einer Zeit, als die Grenzen zwischen Rennwagen und Zivilfahrzeugen noch verschwommen waren, verkörperte der GTO den radikalsten Ansatz von Ferrari: Er verkaufte einigen ausgewählten Kunden ein Auto, das fast schon rennfertig war. Unter der anfänglichen Leitung des Ingenieurs Giotto Bizzarrini und später von Mauro Forghieri nach dessen stürmischem Abgang, der durch Meinungsverschiedenheiten mit Enzo Ferrari ausgelöst wurde, nahm das Projekt eine fast besessene Dimension an. Jedes Element wurde auf Leistung optimiert, ohne Kompromisse bei der Ausdauer, der Königsdisziplin der 1960er Jahre.

Werbung

Eine extreme Rarität, von Enzo Ferrari selbst kontrolliert

Zwischen 1962 und 1964 wurden nur 36 Ferrari 250 GTO gebaut. Die erste Serie bestand aus 33 Exemplaren, gefolgt von drei Versionen der Serie II mit einer modifizierten Karosserie. Der Preis lag damals bei 18.500 US-Dollar - eine enorme Summe für einen GT. Doch Geld allein reichte nicht aus. Enzo Ferrari prüfte jeden potenziellen Käufer persönlich und weigerte sich, seine GTOs an Kunden zu verkaufen, die als ungeeignet galten. Diese drastische Auswahl erklärt eine Tatsache, die in der Automobilgeschichte fast einzigartig ist: Alle 36 produzierten Exemplare existieren noch heute. Alle sind Rennen gefahren, alle wurden benutzt, aber alle haben überlebt. In der Welt des Sammelns ist diese Kombination - extreme Seltenheit und totale Überlebensrate - schlichtweg unübertroffen.

Karriere im Wettbewerb

Der 250 GTO schlug gleich bei seinem ersten Auftritt im Rennsport ein. Bei den 12 Stunden von Sebring 1962 holten Phil Hill und Olivier Gendebien den Klassensieg und den zweiten Platz in der Gesamtwertung vor Prototypen, die leichter und stärker waren. Die Botschaft ist klar: Ferrari hat hier eine außergewöhnliche Maschine. Was folgte, war eine Reihe von Erfolgen. Drei aufeinanderfolgende Titel in der FIA GT-Konstrukteursmeisterschaft, Klassen- und Gesamtsiege bei legendären Rennen wie der Targa Florio, der Tour de France Automobile, dem 1000 km langen Nürburgring, Goodwood und den 24 Stunden von Le Mans. In nur wenigen Saisons wurde der GTO zu einer absoluten Referenz im Langstreckensport und zu einem Symbol der technischen Dominanz.

Werbung

Der Schwanengesang des V12 Colombo

Unter seiner langen Motorhaube verbirgt sich einer der meistbewunderten Motoren in der Geschichte von Ferrari: der V12 Colombo. Dieser Motor wurde 1947 von Gioacchino Colombo entworfen und begleitete die Entwicklung der Marke über ein Jahrzehnt lang. Im 250 GTO erreichte er seinen Höhepunkt. Mit 3,0 Litern Hubraum, sechs Weber-Doppelkörpervergasern, einer obenliegenden Nockenwelle und bemerkenswerter Zuverlässigkeit leistet er fast 300 PS - ein beeindruckender Wert für die damalige Zeit. Doch neben der reinen Leistung beeindruckt vor allem seine Ausdauer. Der V12, der 12- oder 24-Stunden-Rennen ohne Schwächeanfall überstehen konnte, trug direkt zur Legende des GTO bei. Noch heute, mehr als 60 Jahre später, gilt er als einer der größten Saugmotoren, die je hergestellt wurden.

Ein rollendes Kunstwerk, das einhellig bewundert wird

Der Ferrari 250 GTO ist heute nicht nur wegen seiner Zahlen oder seiner Erfolgsbilanz zig Millionen wert. Sein Design spielt eine entscheidende Rolle. Der GTO, das Ergebnis der aerodynamischen Arbeit von Bizzarrini und Forghieri und des Karosseriebauers Sergio Scaglietti, vereint Effizienz und Eleganz wie kaum ein anderes Auto in der Geschichte. Seine Proportionen, die muskulösen Radkästen, die lange Motorhaube und das kompakte Heck haben die Jahrzehnte überdauert, ohne auch nur einen Tag alt zu werden. Für viele Historiker, Designer und Enthusiasten ist er schlichtweg eines der schönsten Autos, die je entworfen wurden. Ein Ruf, der seit 1962 ungebrochen ist.

Werbung
Ferrari 250 GTO bis 2023 für 51,7 Millionen $ verkauft

Einen Ferrari 250 GTO zu besitzen, geht heute weit über den Bereich des Automobils hinaus. Es ist der Besitz eines wichtigen Stücks Motorsportgeschichte, eines Kunstobjekts und eines ultimativen Symbols wirtschaftlicher Macht. Die aufeinanderfolgenden Verkäufe, die je nach Geschichte und Zustand des Fahrgestells manchmal mehr als 50 Millionen US-Dollar erzielten, haben den GTO endgültig an der Spitze des Marktes etabliert. Der kürzlich erfolgte Verkauf eines einzigen Exemplars für 38,5 Millionen Dollar, das nie gründlich restauriert und mit einer völlig neuen Konfiguration versehen wurde, bestätigt nur einen bereits seit langem bestehenden Trend. Er ist zum absoluten Gral des Sammlers geworden.

YouTube #!trpst#trp-gettext data-trpgettextoriginal=7385#!trpen#Video#!trpst#/trp-gettext#!trpen#

Gefällt dir dieser Beitrag? Teile es!

Werbung

1 bewertungen auf "Pourquoi cette Ferrari vieille de 60 ans est devenue si chère que les milliardaires se l’arrachent"

  1. Das war schon immer ein Traum. Die Linienführung ist atemberaubend und wenn man die Motorhaube anhebt, wartet ....on auf den Ton oder vielmehr auf die Musik.

    Antworten

Eine Bewertung hinterlassen