Nach 54 Jahren vermacht ein Vater, ein ehemaliger Soldat, seinem Sohn seinen Ferrari Dino "Er wird nie verkauft werden".

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Charles Trevelyan hat diesen Moment nie vergessen. Im Jahr 1968 fuhr er mit einem Freund in einem einfachen MGB zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Das Rennen? Er erinnert sich kaum noch daran. Was ihn für sein ganzes Leben geprägt hat, war woanders, im Parc Fermé geparkt: ein gelber Ferrari Dino 206 GT. Durch einen Maschendrahtzaun schlüpfte das Objektiv seiner Kamera, um das Auto zu verewigen. Das Bild existiert noch, vergilbt von der Zeit. Aber die Emotionen sind intakt geblieben. Als Charles vor diesem Dino stand, blieb sein Herz stehen. In seinen Augen gab es damals kein anderes Auto auf der Welt, das seinen Proportionen, seinem Design und seiner natürlichen Eleganz gleichkam. An diesem Tag gab er sich ein Versprechen: Eines Tages würde er einen solchen Wagen besitzen.

Drei Jahre später wird der Traum wahr

Der Traum wird 1971 wahr. Charles ist erst 26 Jahre alt. Er ist Offizier in der britischen Armee, Hubschrauberpilot und verdient 1.000 Pfund im Jahr, die er nicht versteuern muss. Durch die Zusammenlegung seiner Ersparnisse und den Verkauf seines Alfa Romeo 1750 GTV konnte er die Summe aufbringen, die er brauchte, um bei Maranello Concessionaires in England einen Ferrari Dino 246 GT zu bestellen. Die Rechnung beläuft sich im November 1972 auf 4.435 Pfund, inklusive Militärrabatt. Als der Preis um 150 Pfund steigt, ist Charles bereit, zu stornieren. Doch der Gründer des Autohauses, Oberst Ronnie Hoare, macht ihm einen Strich durch die Rechnung: Er will unbedingt, dass der junge Offizier mit seinem Auto nach Hause fährt. Ferrari. Der Dino wird zu Charles' Eltern geliefert, während er sich auf einer Dienstreise in Deutschland befindet. Bei seiner Rückkehr wartet das Auto bereits in der Garage der Familie auf ihn.

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Ein Dino, der zur Zeitkapsel wurde

Mehr als ein halbes Jahrhundert später hat sich die Szene kaum verändert. Die gleiche Garage öffnet sich mit dem gleichen Ferrari Dino 246 GT, Chassisnummer 05286, in einem seltenen Azzurro Blue mit einer beigen Lederinnenausstattung. Die Silhouette ist noch immer rein, die abfallende Schnauze intakt, die vier Auspuffendrohre treu geblieben. Charles hat seinen Ferrari wie einen Nationalschatz geschützt. Er wurde in einem ehemaligen Militärhangar geparkt, mit einem Fallschirm abgedeckt und hat nie Schnee und selten Regen erlebt. Er wurde nie restauriert oder umgebaut. Der Motor wurde nie neu gebaut. Alles ist original, bis hin zum Handbuch für den Besitzer, das noch in seinem Werksplastik verpackt ist. Der Tacho zeigt gerade einmal 17.000 Meilen, also etwas mehr als 27.000 Kilometer. In 54 Jahren hat der Dino seinen Besitzer nie am Straßenrand zurückgelassen.

Die ungetrübte Freude an einem "alten" Ferrari

Unter der Haube leistet der zentral positionierte 2,4-Liter-V6 192 PS, die über ein Fünfgang-Schaltgetriebe auf die Hinterräder übertragen werden. Auf dem Papier mögen diese Zahlen heute bescheiden erscheinen. Doch Ende der 60er Jahre verkörperte der Dino voll und ganz die Sportlichkeit von Ferrari: 0 auf 100 km/h in ca. 7 Sekunden und 235 km/h Höchstgeschwindigkeit.

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Für Charles geht das Vergnügen weit über die Leistung hinaus. Er erinnert sich an den besonderen "Klunk"-Sound der sich schließenden Türen, die Präzision des Getriebes und die mechanische Harmonie. Er hat sogar ein Radio mit Mikrofon eingebaut, um den Klang des Motors aufzunehmen, wenn er unter Volllast die Gänge hochschaltet. "Das ist kindisch", gibt er zu. Aber der Nervenkitzel ist immer noch da. Auch heute noch nimmt er seinen Dino zum Prescott Speed Hill Climb mit, wo ihn die Besitzer moderner Ferraris begrüßen und sich freuen, den Wagen fahren zu sehen, den sie inzwischen als Ikone betrachten.

Eine Übertragung, die stärker ist als ein Marktwert

Die Zeit hat schließlich ihren Tribut gefordert. Charles fährt weniger als früher. Nach 54 gemeinsamen Jahren ist es an der Zeit, den Dino an seinen Sohn Piers zu übergeben. Eine klare Staffelübergabe: Piers ist Oldtimer-Spezialist, er kennt jedes Geräusch, jede Reaktion des Ferraris. "Er wird nie verkauft werden", sagt Charles ohne zu zögern. Dieser Dino ist mehr als nur ein Auto, er ist zu einer Familiengeschichte geworden, einem emotionalen und mechanischen Erbe. Der Sohn fährt das Auto "wunderschön" und mit dem gleichen Respekt wie sein Vater. Der Ferrari Dino 246 GT wird also seinen Weg fortsetzen, unversehrt, bewahrt, von Generation zu Generation weitergegeben. Ein seltener Beweis dafür, dass manche Ferraris nicht nur Sammlerobjekte sind, sondern lebendige Zeugen einer Leidenschaft, die die Zeit überdauert.

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10 bewertungen auf "Après 54 ans, un père, ancien militaire, lègue sa Ferrari Dino à son fils « Elle ne sera jamais vendue »"

  1. Meine Tante hat dieses Fahrzeug 1972 zum Hochzeitstag geschenkt bekommen.
    Das Kennzeichen war OF-HT 100 leider ist mir nicht bekannt in wessen Besitz der Wagen heute ist .
    Ein wunderschönes Fahrzeug!

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    • Massimo eri mai in Ferrari???
      Se sì avresti visto anche gli accessori possibili, forse meglio degli originali montati sulle auto. Auguri, non so se sono aperti al pubblico.

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  3. 27.000 km in 54 Jahren, er fuhr durchschnittlich 500 km pro Jahr. Das bedeutet, dass er das Auto fast nie benutzte und es unter einer Plane in einem Schuppen stand.

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  5. My aunt who was a teacher in Reigate had friend whom came to her wedding in one of those I remember he let us sit in it and when he left he hit a bollard got out looked at it and left obviously had a few bob and not worried this was over 50 years ago

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  6. Anche io Provo le stesse emozioni. Sono proprietario Della mia prima moto parilla 125 del 1954. Ho anche la fiat 500 f del 1966 e la lancia gamma coupe' pininfarina del 1982 fiammante con solo 4 Mila km. Percorsi. Ciao a tutti gli appassionati

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