Ferrari wird seine guten Kunden nicht manipulieren, damit sie den Luce kaufen

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Seit Jahrzehnten ist der Kauf einer Ferrari ist mehr als nur einen Scheck zu unterschreiben. In Maranello ist die Kundenbeziehung ein integraler Bestandteil des Produkts. Sammler wissen es: Um an die exklusivsten Modelle zu gelangen, muss man oft mehrere Zwischenkäufe tätigen, die manchmal weniger erwünscht sind, um in der Hierarchie des Herstellers "aufzusteigen". Doch mit dem zukünftigen elektrischen Ferrari ändern sich die Regeln. Oder besser gesagt ... sie passen sich an.

Eine sehr ungewöhnliche Aussage von Benedetto Vigna

Bei der Vorstellung der Finanzergebnisse wollte Ferraris CEO Benedetto Vigna einen heiklen Punkt klarstellen: Der erste elektrische Ferrari 100 % mit dem Namen Luce wird den Kunden nicht aufgezwungen werden. Seiner Meinung nach wird der Kauf des zukünftigen seltenen Hyperautos der Marke nicht vom vorherigen Kauf des Elektromodells abhängig sein.

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"Wir werden unsere Kunden niemals dazu zwingen, ein Elektroauto zu kaufen, um ein anderes Modell zu bekommen. Sie sollten niemanden zwingen, etwas zu kaufen, was ihm nicht gefällt. Das wäre der größte Fehler".

Ein bedeutungsschwerer Satz. Ferrari gibt damit implizit zu, dass die Idee eines elektrischen Supersportwagens bei seinen historischen Sammlern noch nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt.

Ein elektrischer Ferrari... bereits umstritten

La Luce, dessen Name auf Italienisch "Licht" bedeutet, wird am 25. Mai 2026 in Rom enthüllt. Das Datum wurde nicht zufällig gewählt: Es ist genau der Tag, an dem Ferrari 1947 mit dem 125 S beim Großen Preis von Rom seinen ersten Erfolg im Rennsport feierte. Ein historisches Augenzwinkern, das einen wichtigen technologischen Wandel begleitet.

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Denn trotz des futuristischen Images weiß Ferrari, dass sein Publikum nach wie vor tief mit den V8- und V12-Saugmotoren verbunden ist. Das Unternehmen scheint also eine Lektion aus dem aktuellen Automobilmarkt gelernt zu haben: Den Übergang zum Elektroantrieb zu erzwingen, könnte die Beziehung zu seinen treuesten Kunden beschädigen. Im Klartext heißt das, dass die Marke lieber verführen als aufzwingen möchte.

Keine Strategieänderung ... sondern eine Ausnahme

Man sollte jedoch aufpassen, dass man diese Aussagen nicht als kommerzielle Revolution interpretiert. Ferrari wird wahrscheinlich weiterhin mit seinem System des stufenweisen Zugangs zu limitierten Serien arbeiten. Der Kauf mehrerer "Einstiegsmodelle" wird weiterhin fast unerlässlich sein, um ein Hypercar zu bekommen.

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Der Unterschied ist subtil, aber wichtig: Der Luce wird kein Muss sein. Es zeigt auch eine gewisse Zuversicht in Maranello. Die ersten Kundenrückmeldungen sollen bereits "sehr positiv" sein und Ferrari glaubt, dass sie ihr Elektromodell auf natürliche Weise und ohne künstlichen Druck verkaufen können. Der Preis ist derzeit noch unbekannt, aber einige Schätzungen gehen von über 500.000 US-Dollar aus.

Der Luce wird nur ein Schritt in einem viel größeren Plan sein. Ferrari plant, im Jahr 2026 fünf Modelle und bis 2030 etwa 30 Modelle vorzustellen. Spider-Varianten, ein neuer Icona, ein radikales Modell für die Rennstrecke... Und vor allem über die Wahlfreiheit. Nach der Polemik um den Purosangue, den ersten SUV der Marke, der dennoch zu einem riesigen kommerziellen Erfolg wurde, wendet Ferrari letztlich dieselbe Methode an: Kontroversen auslösen, aber den Kunden niemals zwingen. Der Elektroantrieb muss durch den Wunsch, nicht durch den Zwang überzeugen.

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