F1 Ferrari mit Michael Schumacher am Steuer wird versteigert: bis zu 7,5 Millionen € erwartet

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Während die Welt der Formel 1 bereits auf die regulatorische Revolution im Jahr 2026 blickt (nur noch wenige Wochen!), taucht eine mythische Seite in der Geschichte des Sports wieder auf. In Paris wird am 28. Januar 2026 bei RM Sotheby's ein Einsitzer versteigert. Ferrari direkt aus der goldenen Ära von Michael Schumacher: der Ferrari F310 B aus der Saison 1997. Ein Auto, dessen Wert auf 5,5 bis 7,5 Millionen Euro geschätzt wird und das allein schon den Aufstieg der Scuderia vor ihrer Hegemonie Anfang der 2000er Jahre verkörpert.

1997, eine richtungsweisende Saison für Ferrari

Das Jahr 1997 nimmt einen besonderen Platz in der modernen Geschichte von Scuderia Ferrari. Schumacher war bereits der unbestrittene Anführer des Teams, doch der Weltmeistertitel blieb Maranello noch verwehrt. Der F310 B, eine Weiterentwicklung des F310, markiert jedoch einen technischen Wendepunkt. Der ursprünglich von John Barnard entworfene Wagen sollte der letzte Ferrari der Formel 1 sein, der unter seiner Leitung in Großbritannien entworfen wurde, bevor die gesamte Produktion wieder nach Maranello zurückverlegt wurde. Die Ankunft von Ross Brawn als technischer Direktor zusammen mit Rory Byrne unter der Leitung von Jean Todt legt den Grundstein für zukünftige Titel. Der F310 B ist der erste Zeuge dieses Übergangs.

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Das Chassis 179

Bei dem zur Auktion angebotenen Fahrzeug handelt es sich nicht um einen in einem Museum eingefrorenen Ferrari-Demonstrationswagen. Es handelt sich um das Chassis mit der Nummer 179, eines der beiden am weitesten entwickelten Exemplare des F310 B. Leichter, agiler und mit einem vergrößerten Kraftstofftank, der mehr strategische Freiheit im Rennen bot, stellte diese Version den Höhepunkt der Entwicklung des Modells dar. Angetrieben von einem 3,0-Liter-V10-Saugmotor mit ca. 730 PS, blieb der F310 B ein "reines" Formel-1-Auto aus einer Zeit, in der die Elektronik noch nicht die Kontrolle über das Fahren übernommen hatte. Von den neun Chassis, die in dieser Saison gebaut wurden, wurden nur wenige Schumacher anvertraut. Der 179er gehörte zu diesem extrem kleinen Kreis.

Schumachers Schatten

Das Chassis 179 hatte seinen ersten offiziellen Auftritt beim Großen Preis von Belgien 1997. Schumacher setzte es im Qualifying ein, bevor er zu einem anderen Chassis wechselte, das besser für die schwierigen Bedingungen am Sonntag geeignet war, der von historischem Regen und einem Start hinter dem Safety Car geprägt war. Das Auto wurde dann von Eddie Irvine, Schumachers treuem Leutnant, betreut. Beim Großen Preis von Italien in Monza belegte Irvine nach einem glanzlosen, aber soliden Rennen den achten Platz. Einige Wochen später, beim Großen Preis von Österreich, geriet die Geschichte ins Chaos: Eine Kollision mit Jean Alesi führte zum Ausscheiden des Ferrari und markierte den letzten Rennauftritt des Chassis 179.

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Vom Wettbewerb bis zu den exklusivsten Kollektionen

Nachdem das Chassis 179 bei mehreren Grands Prix am Ende der Saison als Ersatzwagen gedient hatte, wurde es aus dem offiziellen Betrieb genommen. Ferrari verkaufte es 1999 an private Sammler. In der Folgezeit erlebte es ein sehr aktives Leben, unter anderem im Rahmen des prestigeträchtigen Ferrari F1 Clienti-Programms, bevor es in das Audrain Auto Museum in den USA kam. Hochsymbolischer Moment: 2019 wird das Auto beim Goodwood Festival of Speed wieder auf die Strecke gehen, gesteuert von Robbie Kerr, um den 50. Geburtstag von Michael Schumacher zu feiern.

Der F310 B Chassis 179, der seit 2007 als Ferrari Classiche zertifiziert ist, wird von seinem kostbaren "Red Book" begleitet, das seine Authentizität und die Übereinstimmung von Motor-, Getriebe-, Chassis- und Karosserienummern garantiert. Mehrere Originalteile vervollständigen das Set, was die Attraktivität dieses Monopostos für die anspruchsvollsten Sammler noch weiter steigert.

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In einer Zeit, in der die Werte historischer Formel-1-Autos immer weiter steigen, befindet sich dieser Ferrari an einem Scheideweg. Zu einem Preis, der mit dem eines modernen Hypercars der XX-Reihe vergleichbar ist, bietet er direkten Zugang zu einer der legendärsten Epochen der Formel 1. Einen Ferrari der Formel 1 zu besitzen, ist bereits ein äußerst seltenes Privileg. Einen Ferrari aus der Formel 1 zu besitzen, der von Michael Schumacher gefahren wurde, ist fast schon ein Mythos. Das Chassis 179 verkörpert diese Zeit, in der sich Ferrari, noch unvollkommen, aber bereits furchteinflößend, darauf vorbereitete, die Disziplin für fast ein Jahrzehnt zu dominieren.


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