
Die sozialen Netzwerke haben wieder zugeschlagen. In den letzten Tagen machte ein Video auf Instagram und TikTok die Runde: Fernando Alonso fährt mit einem Ferrari F40 durch die Straßen von Monaco. Das Bild ist herrlich paradox. Offiziell ist der Spanier Aston-Martin-Fahrer in der Formel 1, aber sobald es um Straßenautos geht, neigt seine Garage eindeutig zu Maranello. In seiner Sammlung befanden sich schon einige ganz besondere Stücke, wie ein Ferrari Enzo, der 2023 in Monaco für 5,4 Millionen Euro versteigert wurde, was beweist, dass der zweifache Weltmeister nicht gerade "Alltagsautos" kauft. In Monaco sah man ihn kürzlich auch in einem Ferrari 512 TR, einem weiteren Klassiker aus der großen V12-Ära der Marke. Aber der F40 ist etwas ganz anderes!


Der F40, Enzos letztes Geschenk
Der Ferrari F40 wird oft als die letzte große Geste von Enzo Ferrari vor seinem Tod bezeichnet. Er wurde 1987 zur Feier des 40-jährigen Jubiläums der Marke vorgestellt und ist bis heute der Archetyp des analogen Supersportwagens: ein 2,9-Liter-V8-Biturbo mit 478 PS, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in etwas mehr als 4 Sekunden und eine angekündigte Höchstgeschwindigkeit von 324 km/h.

Keine elektronischen Hilfen, kein ABS, keine Traktionskontrolle, keine Servolenkung: nur ein Rohrrahmen, Kohlefaser und eine rote Karosserie, die wie ein Le Mans-Prototyp gespannt ist. Genau diese Mischung aus Brutalität und Reinheit ist es, die fasziniert. Fernando Alonso in Monaco am Steuer eines F40 zu sehen, erfüllt also alle Postkartenmotive: ein zweifacher Weltmeister, eine der ikonischsten Strecken der Formel 1 und eine Ikone aus Maranello mit einem unnachahmlichen Soundtrack.
Lando Norris, der andere F1-Fahrer, der einen F40 besitzt ... und ein Crash, der im Internet die Runde macht
Fernando Alonso ist nicht der einzige aktive Rennfahrer, der einen F40 besitzt. Auch Lando Norris war dem roten Mythos verfallen. Sein F40 geriet Anfang 2025 leider in die Schlagzeilen: Ein viral gegangenes Video zeigt den Wagen auf einer kurvenreichen Straße. Der F40 der Fahrer bremste zu stark ab, das Auto drehte sich und landete an einer Leitplanke. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Vor allem, ein entscheidendes Detail: Norris saß nicht am Steuer. Er hatte sein Auto einem anonym gebliebenen Freund geliehen, was das Internet jedoch nicht davon abhielt, sich über den Unfall zu echauffieren.

Wenn F1-Fahrer sich einen F40 leisten (oder leisten lassen)
Hinter Alonso und Norris zieht sich der F40 wie ein roter Faden durch die Geschichte der Formel 1. Seit Ende der 80er Jahre sind mehrere Fahrer seinem Charme erlegen oder haben ihn direkt von Ferrari erhalten. Der erste war Nigel Mansell, der von Enzo Ferrari persönlich einen F40 geschenkt bekam, als er für die Scuderia fuhr. Der Wagen erlebte daraufhin eine Sammlerkarriere und wechselte zu Rekordpreisen den Besitzer.

Auch Alain Prost bekam Ende 1989, als er zu Ferrari wechselte, einen F40 als Dienstwagen. Das Chassis 83249 wurde ihm neu geliefert, in Frankreich zugelassen und dann recht schnell weiterverkauft. Dieser F40 "ex-Prost" taucht regelmäßig bei Auktionen auf, wo seine Verbindung zu dem vierfachen Weltmeister die Schätzungen in die Höhe treibt. In wenigen Tagen wird er zum Verkauf stehen. bei einer Auktion für über 3 Millionen $ versteigert.

Jean Alesi machte ebenfalls von sich reden, als er seinen F40 verkaufte, um die Formel-2-Karriere seines Sohnes Giuliano zu finanzieren - ein Opfer, das viel über die Beträge aussagt, die dieses Modell heute erzielen kann. Der Österreicher Gerhard Berger, ebenfalls ein ehemaliger Ferrari-Fahrer, besaß einen F40, der bei RM Sotheby's verkauft wurde. Auch hier fügte der Stammbaum "Ex-Ferrari-Fahrer" einem Auto, dem es ohnehin nicht an Legenden mangelte, eine weitere Schicht hinzu.


Aus der jüngeren Generation wurde Felipe Massa mehrfach in seinem F40 in Monaco gesichtet, ebenso wie in einem LaFerrari, was seine Vorliebe für die V8- und V12-Motoren aus Maranello bestätigt. Weitere Beispiele sind Jenson Button, der in seiner Zeit als serienmäßiger Supersportwagen einen F40 besaß, und Sebastian Vettel, dessen persönliche Sammlung mehrere Ferraris umfasste, darunter auch einen F40 (kein Foto verfügbar). Letztendlich zeichnet der F40 eine Art Parallelgalaxie der Formel 1: eine Handvoll Fahrer mit ganz unterschiedlichen Generationen und Stilen, die durch die gleiche Automobilfantasie verbunden sind.

