Der neue Besitzer des Ferrari 250 GTO, der für 38 Millionen $ verkauft wurde, hat seine Identität enthüllt: Es ist der berühmte Sammler "Ketchup, Senf, Gemüse".

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Die 2026er Ausgabe der Mecum Auctions in Kissimmee wird als eine der spektakulärsten in der jüngeren Geschichte der Autoauktionen in Erinnerung bleiben. Innerhalb weniger Tage erzielten Dutzende von Autos mehr als eine Million US-Dollar, und allein die Top 10 vereinten mehr als 130 Millionen US-Dollar auf sich. Eine beispiellose Leistung, die weitgehend getragen wurde von FerrariIn der Endabrechnung war er allgegenwärtig. Aber an der Spitze dieser bereits schwindelerregenden Hierarchie thronte eine absolute Ikone: ein Ferrari 250 GTO von 1962, der für 38,5 Millionen Dollar versteigert wurde. Eine gigantische Summe, selbst für dieses legendäre Modell, das seit Jahrzehnten als der ultimative Gral für Autosammler gilt.

Ein weltweit einzigartiger 250 GTO

Dieser Ferrari 250 GTO ist kein gewöhnlicher GTO. Er wurde 1962 produziert und ist der einzige, der das Werk in dieser weißen Farbe verließ, die als "Bianco Speciale" bezeichnet wird. Wo die meisten GTOs das traditionelle Rosso Corsa oder andere mit dem Rennsport verbundene Farben tragen, zeichnet sich dieses Exemplar durch eine fast unwirkliche Eleganz aus. Eine weitere Besonderheit: Trotz einer leichten Auffrischung der Lackierung im Laufe seines Lebens wurde der Wagen nie gründlich restauriert. Es bleibt ein echtes Zeugnis seiner Zeit, das in einem nahezu originalen Zustand erhalten wurde, was seine Aura bei den anspruchsvollsten Sammlern noch verstärkt. Es überrascht nicht, dass die Gebote in die Höhe schnellten und 38,5 Millionen Dollar erzielten, was den GTO zum teuersten Auto machte, das je bei einer Mecum-Veranstaltung verkauft wurde.

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Bevor der 250 GTO in die Sammlung seines neuen Besitzers gelangte, gehörte er Jon Shirley, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Microsoft, der ihn Ende der 1990er Jahre erworben hatte. Sorgfältig aufbewahrt und nie tiefgreifend restauriert, überdauerte sie die Jahrzehnte als Relikt aus Ferraris goldenem Zeitalter im Rennsport. Selbst mit 38,5 Millionen Dollar bleibt er hinter dem absoluten Rekord für einen 250 GTO zurück, der von dem Chassis 4153GT gehalten wird, das 2013 für 52 Millionen Dollar verkauft wurde. Doch sein einzigartiger Status und seine besondere Geschichte verleihen ihm einen besonderen Platz in der Ferrari-Legende.

Ein Käufer, der nicht lange geheimnisvoll blieb

Am Tag der Auktion war eine Frage in aller Munde: Wer könnte sich hinter einem solchen Scheck verbergen? Im Saal hob nicht der Käufer selbst die Hand, sondern ein Mann am Telefon, der im Namen eines anonym gebliebenen Kunden das Gebot vorbrachte. Minutenlang richteten sich die Blicke auf diesen mysteriösen Mittelsmann, während der Preis die 34 Millionen Dollar überschritt und dann die symbolische 38-Millionen-Dollar-Marke knackte. Als schließlich der Hammer fiel und der Verkaufspreis von 38,5 Millionen Dollar bestätigt wurde, blieb die Identität des neuen Besitzers unbekannt. Bis einige Tage später der Schleier gelüftet wurde.

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David Lee, der Sammler mit den unwahrscheinlichen Farben

Der neue Käufer des Ferrari 250 GTO Bianco Speciale ist kein Geringerer als David Lee, ein Name, der Ferrari-Liebhabern bereits ein Begriff ist. David Lee, ein kalifornischer Unternehmer mit Hongkonger Wurzeln und Leiter der Hing Wa Lee-Gruppe, die sich auf Luxusuhren und Schmuck spezialisiert hat, gilt heute als einer der größten Ferrari-Sammler der Welt. Er besitzt bereits rund 20 Modelle der Marke, aber vor allem eine legendär gewordene Sammlung für seine atypische Organisation. Bei ihm werden die Ferraris nicht nach Jahrgang oder Seltenheit, sondern nach Farbe sortiert. Die roten werden "Ketchup" genannt, die gelben "Senf" und die anderen Farbtöne werden in die Kategorie "Gemüse" eingeordnet. Eine schräge und selbstbewusste Art, eine Sammlung in Szene zu setzen, die schon vor diesem Verkauf auf über 100 Millionen Dollar geschätzt wurde.

Mit diesem weißen Ferrari 250 GTO vervollständigt David Lee eine lang gehegte Suche. In den sozialen Netzwerken machte der Sammler keinen Hehl aus seinen Emotionen und bezeichnete den 250 GTO als "Gipfel des Berges" und "letzten Stein der Unendlichkeit" im Ferrari-Universum. Er erklärte, dass er seit Jahren sammle und sich bestimmte Ziele gesetzt habe, wie zum Beispiel alle fünf großen modernen Ferrari-Supersportwagen, vom 288 GTO bis zum LaFerrari, in doppelter Ausführung, in Rot und Gelb, zu besitzen. Aber der 250 GTO, eine Ikone unter den Ikonen, stellte die ultimative Vollendung dar. In seiner Welt, in der Supersportwagen Ketchup, Senf oder Gemüse heißen, könnte man diesen weißen GTO fast als "Milch" bezeichnen.

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