Dieser 7 Millionen Euro teure Ferrari FXX K Evo wurde ohne Sitz verkauft: Hier ist der Grund dafür

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Bei der Messe Rétromobile 2026 in Paris wurde eine Ferrari zog die Blicke weit über seinen stratosphärischen Preis hinaus auf sich. Ein Ferrari FXX K Evo aus dem Jahr 2018, der im Rahmen der allerersten von Gooding Christie's organisierten europäischen Auktion ausgestellt wurde, wies eine verwirrende Besonderheit auf: Er wurde ... ohne Sitz präsentiert. Keine Wanne, keine Gurte, nichts. Nur eine nackte Karbonschale in der Mitte des Innenraums. Eine Anomalie? Nicht wirklich. In Wirklichkeit erzählt dieses Detail die ganze Philosophie von Ferraris Programm XX und erklärt auch, warum dieses Exemplar 6,98 Millionen Euro erzielte.

Ein Ferrari wie kein anderer

Der FXX K Evo ist kein Supersportwagen im klassischen Sinne. Er stammt vom LaFerrari ab und gehört zum ultra-geschlossenen Kreis der Ferrari XX - Autos ohne Straßenzulassung, die ausschließlich für die Rennstrecke konzipiert und in das Corse Clienti Programm aufgenommen wurden. Hier wird der V12-Saugmotor durch das HY-KERS-System auf etwa 1050 PS gebracht, während die Evo-Aerodynamik bis zu 640 kg Abtrieb bei 200 km/h beansprucht. Dieses Exemplar treibt das Konzept jedoch noch weiter voran. Es wurde direkt in der Evo-Spezifikation im Werk geboren und weist einen fast unwirklichen Kilometerstand auf: nur 38 km, die alle auf der Rennstrecke in Fiorano zurückgelegt wurden, ausschließlich von Ferrari-Technikern. Seit seiner Auslieferung im Jahr 2018 hat sich noch kein Besitzer hinter sein Lenkrad gesetzt.

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Ein Ferrari ohne Sitz fasziniert

Es war während der öffentlichen Präsentation in Paris, als ein Journalist die Frage stellte, die sich alle stellten: Warum verkauft man einen Ferrari dieses Niveaus ohne Sitz? Die Antwort des Verkaufsleiters war so einfach wie aufschlussreich für die Ferrari-Kultur. Bei Ferrari werden die Rennwagen (und insbesondere die XX) nicht mit einem Standardsitz ausgeliefert. Der Erstbesitzer muss seinen Sitz direkt an seinen Körper anformen lassen, um eine perfekt angepasste Sitzposition wie im Rennsport zu erhalten. Im Fall dieses FXX K Evo ist dieser Moment jedoch nie eingetreten. Der ursprüngliche Besitzer ist nie mit dem Auto gefahren. Das Ergebnis: Es wurde kein Sitz hergestellt. Was man im Innenraum sieht, ist also weder ein Versehen noch eine Einsparung, sondern das Ergebnis eines neuwertigen Autos.

Ein "neuer" FXX K Evo, acht Jahre nach seiner Geburt

Dieses Detail des fehlenden Sitzes erzählt von einem Ferrari, der nie seinen Fahrer kannte, nie personalisiert wurde und nie bei XX-Veranstaltungen eingesetzt wurde. Selbst seine Wartung deutet in diese Richtung: Rückkehr nach Maranello im März 2025, dann eine extrem schwere Überholung im Juli 2025, die mit über 145.000 € berechnet wurde, als ob der Wagen darauf vorbereitet werden sollte, ohne die geringste Schattenseite die Hand zu wechseln. Auf einem Markt, auf dem Seltenheit nicht mehr ausreicht, hat dieser FXX K Evo alle Register gezogen: ultra-limitierte Produktion, extremste Spezifikation, lächerlich geringe Kilometerzahl und ein fast klinischer Zustand. Der fehlende Sitz ist kein Makel, sondern das ultimative Argument für einen Renn-Ferrari, der 2026 noch auf seinen ersten echten Fahrer wartet.

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Dieser Ferrari FXX K Evo, der bei dieser außergewöhnlichen Auktion auf der Rétromobile für fast 7 Millionen Euro versteigert wurde, ist ein perfektes Beispiel für den aktuellen Ferrari-Markt. Ein Markt, der in der Lage ist, sowohl die Geschichte, die Technologie... als auch die unerwartetsten Details zu schätzen.


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