
Nach einer alptraumhaften Saison 2025 für die Scuderia Ferrari und für Lewis Hamilton, Viele fragten sich, ob die Ehe zwischen dem siebenfachen Weltmeister und dem legendären italienischen Team wirklich Früchte tragen würde. Die Ergebnisse entsprachen nicht den Erwartungen, die Spannungen waren manchmal spürbar und Zweifel kamen auf. Doch mit dem Beginn der Saison 2026 hat sich der Ton radikal geändert.
Wiederaufbau abseits des Scheinwerferlichts
Alles begann mit den Testtagen in Barcelona, die in einer studentischen, fast stillen Atmosphäre stattfanden. Dann folgten die entscheidenden zwei Wochen in Bahrain, dem traditionellen Schauplatz der Wintertests. Dort, fernab des Medienrummels, arbeitete Ferrari im Hintergrund, um die Seite eines Jahres 2025, das man vergessen sollte, umzublättern.
Für Hamilton bedeuteten diese Tests weit mehr als nur gezeitete Runden. Sie waren eine Gelegenheit, sich wieder mit dem Wesen seines Berufs zu verbinden. Auf Instagram, zwei Wochen vor dem ersten Grand Prix 2026, übermittelte der Brite eine starke, fast schon introspektive Botschaft: «Die Testfahrten sind vorbei. Es ist inspirierend zu sehen, wie ein Team alles daran setzt, ein Auto zu bauen. Das ist für mich der faszinierendste Teil dieser Arbeit».»
Hinter diesen Worten verbirgt sich die Bewunderung für die Arbeit, die in Maranello geleistet wird. Ein Formel-1-Rennwagen, so erinnert er sich, wird von einem weißen Blatt Papier aus gebaut, gezeichnet, neu gestaltet und immer weiter optimiert. Am Ende des Prozesses haben dann nur wenige Auserwählte das Privileg, sie an ihre Grenzen zu bringen. «Dieses Gefühl wird nie alt», sagt er. Die Freude am Fahren ist ungebrochen.
«Ich bin bereit, wieder loszulegen und voller Energie».»
Der markanteste Teil seiner Botschaft betrifft jedoch weder die Aerodynamik noch die reine Leistung. Er ist persönlich. «Ich bin bereit, wieder loszufahren und voller Energie. Ich gehe nirgendwo hin, also bleibt bei mir. Für einen Moment habe ich vergessen, wer ich bin...».»
Selten hatte sich Hamilton so transparent gezeigt. Zuzugeben, dass er für einen Moment «vergessen hat, wer er ist», bedeutet zuzugeben, dass ihn das Jahr 2025 erschüttert hat. Die Kritik, die enttäuschenden Ergebnisse und die immensen Erwartungen, die an seine Ankunft bei Ferrari geknüpft waren, haben ihn schwer belastet. Doch der Tonfall ändert sich sofort: «Ich weiß, was zu tun ist. Es wird eine verdammt gute Saison werden». Die Botschaft ist klar. Er spricht nicht mehr von Anpassung oder Übergang. Er spricht von Rache.
Ferrari und Hamilton - das Jahr des Aufschwungs?
Die Saison 2026 kündigt sich als Wendepunkt an. Nach den nicht eingehaltenen Versprechen von 2025 darf sich Ferrari keine Fehler mehr erlauben. Die über den Winter geleistete Arbeit muss sich in den ersten Rennen in Leistung umsetzen.
Hamilton hingegen scheint den Funken wiedergefunden zu haben, der ihn über ein Jahrzehnt lang in der Formel 1 stark gemacht hat: «Ich liebe diesen Job und ich liebe es, mit meinem Team zu arbeiten und für die Fans zu fahren», schreibt er. Hinter der Erklärung spürt man den Wunsch, es immer und immer wieder zu beweisen. Der 41-jährige Brite hat offensichtlich nicht die Absicht, den Fuß vom Gas zu nehmen. «Ich gehe nirgendwo hin.» Die Botschaft richtet sich sowohl an seine Fans als auch an seine Kritiker. Er ist immer noch da. Und das will er auch auf der Rennstrecke zeigen.
Wenn 2025 das Jahr des Zweifels war, könnte 2026 das Jahr der Wiedergeburt sein. Und wenn man seinen eigenen Worten Glauben schenken darf, kehrt Lewis Hamilton nicht einfach nur zurück, um teilzunehmen. Er kommt zurück, um zu kämpfen. Um zu gewinnen. Und um vielleicht ein neues Kapitel in der Geschichte von Ferrari zu schreiben.