Wir haben den neuen Bertone Runabout gesehen: V6 mit 475 PS, Schaltgetriebe und nur 25 Exemplare

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Es gibt Autos, die man hinter einer Pressemitteilung entdeckt. Und dann gibt es die, die man in Wirklichkeit sieht, ein paar Meter entfernt, mit der Kamera in der Hand, und sich bewusst wird, dass das Objekt sehr real ist. Dies ist das neue Bertone Runabout. Diese Wiedergeburt eines legendären Konzepts aus den 60er Jahren, die in Paris auf der Ultimate Supercar ausgestellt wurde, hat uns eines bestätigt: Bertone hat sich nicht damit begnügt, auf die Nostalgiekarte zu setzen.

Das Konzept von 1969 endlich in die Tat umgesetzt

Es dauerte 57 Jahre, bis das 1969 von Marcello Gandini entworfene Autobianchi A112 Runabout-Konzept endlich in Produktion ging. Damals diente der kleine, radikale Roadster, der von der Welt des Wassersports inspiriert war, vor allem als Stylinglabor - und beeinflusste dann direkt den Fiat X1/9. Im Jahr 2026 greift Bertone auf diese historische Basis zurück, überträgt sie aber in einen sehr aktuellen Kontext: den eines analogen, bewusst elitären Spaßautos, das in erster Linie für den Fahrer gedacht ist.

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Bertone Runabout von 1969
Bertone Runabout von 1969
Bertone A112 Runabout von 1969

Angenommene Neo-Retro-Silhouette

Angesichts des Runabout ist es unmöglich, ihn mit irgendetwas anderem zu verwechseln. Die Proportionen sind kompakt, mit einer Länge von weniger als 4 Metern, kurzen Überhängen und einer ausgeprägten Keilform. Der Blick fällt sofort auf die versenkbaren Scheinwerfer, ein heutzutage äußerst selten gewordenes Detail, das hier möglich ist, weil es dank der ultrabegrenzten Produktion keine klassischen Zulassungsauflagen gibt. Die extrem niedrige Schnauze wird von einer feinen LED-Signatur durchzogen, während die vorderen Kotflügel unabhängig von der belüfteten Motorhaube hervorzustehen scheinen. Hinten vereint das Auto viel Persönlichkeit auf wenig Raum: ein auffälliger Bügel, runde Scheinwerfer, ein Karbon-Diffusor und vier rechteckige Öffnungen, von denen zwei als Auspuff dienen. Das Ganze erinnert sowohl an die 70er Jahre als auch an einige Barchettas aus dem Rennsport. Bertone bietet zwei Interpretationen an: eine völlig offene, fast schon radikale Barchetta und einen vielseitigeren Targa mit abnehmbaren Dachplatten, die den Einstieg erleichtern.

Innen gegen den Strom

Im Inneren bestätigt der Runabout seine Positionierung. Hier gibt es keine großen Bildschirme oder aufdringliche digitale Inszenierung. Der Innenraum ist eindeutig von der Seefahrt inspiriert, mit einer schalenförmigen Fahrgastzelle, einem minimalistischen Armaturenbrett und sogar einem schwebenden Kompass als direkte Anspielung auf das ursprüngliche Konzept. Die geformten Schalensitze, das schlanke Zweispeichenlenkrad und vor allem der sichtbare Schalthebel des Handschaltgetriebes erinnern daran, dass dieses Auto für diejenigen gedacht ist, die noch gerne Auto fahren. Das Kombiinstrument ist digital, aber unauffällig, umgeben von physischen Bedienelementen aus bearbeitetem Aluminium und handgenähtem Leder.

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Ein Lotus-Chassis und ein japanischer V6!

Unter dieser Retro-Karosserie verbirgt sich eine technische Basis, die nicht wirklich italienisch ist. Der Runabout basiert auf einem von Lotus abgeleiteten Rahmen aus geklebtem und stranggepresstem Aluminium, der von Bertone speziell angepasst wurde. Die Aufhängung mit doppelten Dreiecksquerlenkern, einstellbaren Stoßdämpfern und verstellbaren Stabilisatoren bestätigt, dass das Fahrverhalten sehr ernst genommen wurde. Der Motor stammt von Toyota: ein 3,5-Liter-V6-Kompressor, der in der hinteren Mittelposition montiert ist. Er leistet 475 PS, die über ein Sechsgang-Schaltgetriebe ausschließlich auf die Hinterräder übertragen werden. Dank des geringen Gewichts von rund 1100 kg kann der Runabout eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von fast 270 km/h vorweisen. Das sind sehr respektable Werte.

Schon jetzt ein Sammlerstück

Es werden nur 25 Exemplare produziert, die alle über das Centro Stile Bertone weitgehend personalisierbar sind: Farben, Materialien, Oberflächen, Konfigurationen... kein Runabout soll dem anderen gleichen. Der Startpreis liegt bei 390.000 € (ohne Steuern) und würde nach Hinzufügen von Optionen leicht die halbe Million überschreiten.

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