Er begann in seinem ländlichen England mit dem Verkauf von Alfa Romeo-Teilen ... heute reicht die Warteliste für eines seiner Alfaholics-Autos bis zum Ende des Jahrzehnts

Auf dem englischen Land, weit weg von der Hektik der Großstädte und Industriezentren, erweckt eine diskrete Werkstatt die Alfa Romeo die legendärsten Autos. Aber hier geht es nicht nur darum, alte Autos zu restaurieren. Bei Alfaholics werden sie neu erfunden, veredelt und in Maschinen verwandelt, die mit modernen Sportwagen mithalten können und dabei ihre ursprüngliche Seele bewahren.

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Dieser beeindruckende Erfolg entstand jedoch nicht aus einem gut durchdachten Geschäftsplan, sondern aus einer tief verwurzelten Familienleidenschaft.

Vor allem eine Geschichte der Leidenschaft

Alles beginnt mit Richard Banks in den 1960er Jahren. Er war von Persönlichkeiten wie Colin Chapman und Jim Clark fasziniert und begann schon früh mit dem Rennsport. Er begann in der Formel 3 mit einem Lotus und fuhr anschließend in Tourenwagen. Der Durchbruch gelang ihm 1977 mit dem Alfa Romeo Alfetta GTV. Richard erwarb eines der ersten Exemplare in Großbritannien und nahm damit an Meisterschaften teil. Er wurde zweimal Vizemeister, obwohl die Konkurrenz stark war.

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Dieser Erfolg war der Beginn einer langjährigen Beziehung zu Alfa Romeo. Nach und nach gab Richard den Rennsport auf und widmete sich dem Verkauf und später der Restaurierung alter Modelle.

Die Krise, die alles verändert

Ende der 1980er Jahre hatte sich Richard Banks in der Welt von Alfa Romeo bereits einen soliden Ruf erarbeitet. Doch die Rezession Anfang der 1990er Jahre brachte dieses Gleichgewicht durcheinander. Der Markt für Oldtimer brach zusammen. Vollständige Restaurierungen werden für die Kunden zu teuer. Wo andere aufgegeben hätten, sah Richard eine Chance: die Deckung eines grundlegenden Bedarfs, nämlich den an Ersatzteilen.

So entstand Ende der 1990er Jahre Alfaholics, nicht als Restaurierungswerkstatt, sondern als Lieferant von Alfa Romeo-Teilen. Richard reiste quer durch Europa, um seltene Komponenten aufzuspüren, die er an begeisterte Kunden in Großbritannien und bald darauf in der ganzen Welt verkaufte. Ohne jegliche Unterstützung durch den Hersteller wuchs der Ruf des Unternehmens durch Mundpropaganda und anerkanntes Fachwissen.

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Innovation als Kern der DNA

Schon bald begnügt sich Alfaholics nicht mehr damit, vorhandene Teile weiterzuverkaufen. Das Unternehmen begann, neue, verbesserte Teile zu entwerfen. Ein prominentes Beispiel sind die GTA-Felgen. Sie wurden in den 1960er Jahren ursprünglich aus Magnesium hergestellt und waren ebenso schön wie zerbrechlich. Alfaholics entwarf sie aus Aluminium neu, sie waren leichter, stabiler und vor allem für den modernen Gebrauch geeignet. Diese Philosophie wird zum Markenzeichen des Hauses: das Erbe von Alfa Romeo zu respektieren und es gleichzeitig zu optimieren.

Die nächste Generation übernimmt

Mit Richards Söhnen Max und Andrew Banks erhält die Geschichte eine neue Dimension. Schon als Kinder wurden sie in die Welt des Automobils eingeführt.

Doch ihr eigentlicher Durchbruch kam mit der Entwicklung ihres eigenen Alfa-Rennwagens. Eine umgebaute Sprint GT-Basis, die mit einem Twin Spark 2.0-Motor aus dem Alfa 75 ausgestattet war. Eine Konfiguration, die heute weit verbreitet ist ... aber damals völlig neuartig war. Das Auto wurde zu einem rollenden Labor. Jede Verbesserung, die auf der Rennstrecke getestet wird, wird anschließend zu einem verkaufsfähigen Teil weiterentwickelt. Aufhängungen, Bremsen, Motoren: Alles wird unter realen Bedingungen durchdacht, getestet und validiert.

Mit der Einführung des Internets erreicht Alfaholics einen neuen Meilenstein. Die Münzen werden nun weltweit verkauft, von Europa über die USA bis nach Japan.

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Der Wechsel zu vollständigen Autos

Die Geschichte hätte hier enden können. Doch ein einfacher Anruf ändert alles. Ein Kunde, der von den von Alfaholics gebauten Vorführwagen begeistert ist, will nicht nur die Teile. Er will das komplette Auto. Das ist der Beginn der Komplettbauten. Alfa Romeos, die von Grund auf neu aufgebaut werden, mit der Leistung und Präzision moderner Autos.

Aber im Gegensatz zu einigen Restomods verrät Alfaholics nie den ursprünglichen Geist. Die Autos bleiben ihrer Architektur treu, insbesondere mit ihrer starren Hinterachse. Die Mängel werden behoben, der Charakter bleibt jedoch erhalten. Das Ergebnis ist verblüffend: Die Autos sind leichter, schneller, aber immer noch sehr lebendig.

Weltweite Anerkennung ... und endloses Warten

Die Fachpresse greift das Phänomen schnell auf. Die von Alfaholics vorbereiteten Alfa werden als eine der besten Raststätten der Welt gefeiert.

Der Erfolg ist so groß, dass die Fristen heute explodieren. Einen Alfa Romeo mit Alfaholics-Signatur zu bestellen bedeutet, mehrere Jahre zu warten. Die Warteliste reicht mittlerweile bis zum Ende des Jahrzehnts. Jedes Projekt wird von Max Banks persönlich betreut, von der Farbwahl bis zur abschließenden Probefahrt.

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Trotz dieses Ruhms hat Alfaholics sein ursprüngliches Geschäft nie aufgegeben. Jeden Tag werden Dutzende von Bestellungen für Ersatzteile in die ganze Welt verschickt, wodurch Tausende von Enthusiasten ihre Alfa Romeos am Leben erhalten können.

Das Unternehmen bietet sowohl originalgetreue Restaurierungen als auch Vorbereitungen für den Rennsport und nicht zuletzt komplette Bausätze für diejenigen, die ihren eigenen Alfa bauen möchten.

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