Dieser Tuner hat zwei Alfa Romeo 75 bis zum Äußersten getrieben... einen mit einem 360 PS starken Bialbero-Turbo und den anderen mit einem 500 PS starken V6 Busso.

Der Schweizer Tuner OKTech ist heute bekannt als einer der größten Spezialisten für Alfa Romeo modifizierte Klassiker. Seine Philosophie besteht darin, die Architektur und den Geist der ursprünglichen Alfa Romeos zu bewahren und gleichzeitig die Mechanik, das Fahrwerk und die Kraftübertragung vollständig zu modernisieren. Ziel ist es, das zu bauen, was ein Alfa Romeo 75 sein könnte, wenn seine Entwicklung bis heute mit modernen Technologien fortgesetzt worden wäre. Er hat gerade zwei Projekte abgeschlossen, die zwei extremen Visionen eines modernen Alfa Romeo 75 entsprechen.

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In der roten Ecke mit einem Bialbero 16-Ventiler mit 2 Litern Hubraum, der 75 IMSA M. In der schwarzen Ecke ein 75 mit einem V6 Busso 4.0L 24-Ventiler mit sequenziellem 7-Gang-Getriebe. Bei beiden Fahrzeugen handelt es sich nicht um einfache Vorbereitungen, sondern um echte technische Rekonstruktionen, die darauf abzielen, moderne Alfa Romeo 75 mit der Leistung von Rennwagen zu schaffen. Beide Projekte basieren daher auf der gleichen Grundlage: dem Alfa Romeo 75 mit Transaxle-Architektur, bei der der Motor vorne und das Getriebe hinten sitzt, was eine gute Gewichtsverteilung und ein sehr ausgewogenes dynamisches Verhalten ermöglicht.

OKTech 75 IMSA M: Ein Bialbero mit Turbinenantrieb!

Der 75 IMSA M basiert auf dem 75 Turbo Evoluzione, der für den Rennsport konzipiert war und 1986 auf den Markt kam. Für die Teilnahme am Giro d'Italia 1988 entwickelte Alfa Corse eine Version, die den IMSA-Regeln entsprach, die mehr Vorbereitungen am Motor erlaubten. Diese Version orientierte sich am Geist der Tourenwagenrennen mit Turbolader.

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Er wird von einem Alfa Romeo Vierzylinder-Doppelwellenmotor “Nord”, besser bekannt als «Bialbero», angetrieben, der modifiziert und mit einem Turbolader, einem Ladeluftkühler und einem modernen elektronischen Management ausgestattet wurde. Die Leistung wird auf etwa 360 PS geschätzt und OKTech gibt ein Drehmoment von über 500 Nm an. Der Motor ist so konzipiert, dass er bei hohen Drehzahlen läuft und einer intensiven Nutzung auf der Rennstrecke standhält. Ein kleines Detail, das neben dem in einem schönen leuchtenden Rot lackierten Zylinderkopf den Charme des Motors ausmacht, ist der klassische Olio-Öldeckel, wie er bei den alten Bialberos aus den 50er und 60er Jahren zu finden ist.

Das Chassis ist verstärkt, die Aufhängungen sind einstellbar und an die Rennstrecke angepasst, die Bremsen sind renntypisch und der Innenraum ist komplett entkernt und mit einem Überrollbügel, Schalensitzen und renntypischen Bedienelementen ausgestattet.

OKTech Alfa 75 4.0: Das wird brüllen!

Die zweite, von OKTech entwickelte Version ist noch radikaler. Sie ist mit dem berühmten Alfa Romeo V6-Motor namens Busso ausgestattet, der jedoch stark modifiziert wurde, um einen Hubraum von 4,0 Litern mit 24-Ventil-Zylinderköpfen zu erreichen. Diese Version ist stärker auf reine Leistung ausgerichtet, vor allem dank des hubraumstarken V6-Saugmotors.

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Der Saugmotor leistet etwa 450 bis 500 PS und kann eine sehr hohe Motordrehzahl erreichen, die der eines Rennmotors nahe kommt. Einlass, Auspuff, Motormanagement und die gesamte Vorbereitung sind spezifisch, um eine hohe Leistung zu erzielen und gleichzeitig den Charakter des Busso-Motors zu bewahren.

Auf den Fotos des Busso 4.0 Liter sind die individuellen Einlassdrosselklappen - eine pro Zylinder - gut zu erkennen. Dies garantiert eine bessere Füllung und ein sofortiges Ansprechen des Motors, noch mehr bei hochdrehenden Motoren, die über 7/8000 Umdrehungen pro Minute hinausgehen. Wir schätzen auch die makellose Verarbeitung der Materialien, mit einer Airbox aus Karbon und einem Zylinderkopfdeckel mit eloxiertem “Gold”-Finish!

Dieser 75 IMSA M ist mit einem sequenziellen 7-Gang-Getriebe ausgestattet, das hinten in einer Transaxle-Konfiguration montiert ist. Das Chassis ist stark versteift, die Aufhängungen sind einstellbar, die Bremsen sind vom Typ Rennwagen und der Innenraum ist mit Überrollbügel, Schalensitzen und modifizierten Instrumenten ganz auf Rennen ausgerichtet.

Ravender Look

Die OKTech Alfa Romeo 75 IMSA M und 75 4.0 24V 7-Speed Sequential stellen zwei unterschiedliche Interpretationen des modernen Alfa Romeo 75 dar. Egal, welches Modell Sie bevorzugen, beide 75er haben ein beeindruckendes Äußeres mit einem spektakulären Bodykit. Verbreiterte Spur, Spoiler, Schürzen, Aussparungen an den Stoßstangen. So hätte ein 75 DTM ausgesehen! Der 75 IMSA M hat die gleichen schwarzen Felgen wie der IMSA des Giro d'Italia 1988, während der 4,0-Liter-Busso metallgraue Felgen im Turbinen-Design hat.

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In beiden Fällen handelt es sich nicht um einfache Vorbereitungen, sondern um echte Weiterentwicklungen, die Alfa Corse hätte erdenken können, wenn der 75er seine sportliche Karriere noch weiter fortgesetzt hätte. Diese Projekte sind ein perfektes Beispiel für das Konzept des extremen Restomods, bei dem klassisches Design mit moderner Fahrgestell-, Getriebe- und Motortechnologie kombiniert wird.

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